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Lorakis-Chronik
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Brief Baron Bernholds an seinen Sohn Gerin mit der Bitte, Lady Magrete von Bransmark zu ihrer Hochzeit an die Schattenwand zu geleiten. Erhalten in AB 16: Burg ohne Wiederkehr.

Brief an Gerin

Mein lieber Sohn Gerin,

ich hoffe, dieser Brief erreicht Dich bei guter Gesundheit und in Zufriedenheit. Es freut mich, zu hören, dass es Dir und Deinen Leuten wohl ergeht. Deine Pflicht als treuer Sohn des Hauses Rohenheim zu erfüllen, ehrt Dich. Deine Mutter und ich sprechen oft von Dir und wünschen Dir alles Gute.

Ich schreibe Dir in einer dringlichen Angelegenheit, die das Ansehen unserer Familie betrifft. Lady Margrete von Bransmark soll, wie du sicher weißt, zu ihrem zukünftigen Bräutigam Ademar, dem Sohn des Grafen Biskant von Orbur, gebracht werden. Es ist eine Aufgabe von höchster Bedeutung, die nicht nur unseren Einfluss festigt, sondern auch die Bande zwischen unseren Häusern stärkt. Ich vertraue auf Dich, dass Du diese Aufgabe mit der Sorgfalt und Würde ausführst, die unser Name verlangt.

Achte auf die Sicherheit und den Anstand während der Reise, damit die Ehre der Familie Rohenheim bewahrt bleibt. Unser Hofmagier Oskar hat vorausgesagt, dass Sie am 24. August in Abshanabir eintreffen wird und von dort zu Ihrem zukünftigen Bräutigam in Turubar weiterreisen. Dieser Brief trifft hoffentlich rechtzeitig ein, dass du Sie am Hafen abholen kannst. Ich habe den von Bransmark unsere Unterstützung zugesagt, die Reisegruppe wird nach dir Ausschau halten. Die Familie ihres Zukünftigen residiert in einer Burg in der Schattenwand, in der Nähe von Eshfam.

Deinen beiden Brüder geht es gut, und Sie lassen dich grüßen. Deveral ist inzwischen an den Hof des Kaisers versetzt worden und zeigt dort täglich seinen Wert. Valmir zeichnet sich in der Armee der Kaisers aus und hat im Angesicht der Feinde des Reiches mehrmals seinen Mut bewiesen. Sein Mut und seine Taten mehren unseren Ruhm und bringen unser Haus weiter in das Ansehen der Edlen. Ich hoffe, auch von Dir bald solche Nachrichten zu hören, denn jeder von uns trägt seinen Teil zum Erbe unserer Vorfahren bei.

Noch eines, mein Sohn: Es wäre mir lieb, öfter von Dir zu hören. Deine Briefe sind selten geworden, und es würde mir große Freude bereiten, mehr von Deinen Gedanken und Erlebnissen zu erfahren. Auch möchte ich Dich ermahnen, vorsichtiger mit der Nutzung des Familiennamens in finanziellen Angelegenheiten umzugehen. Es ist mir zu Ohren gekommen, dass Du Dir Geld geliehen hast – sicherlich aus triftigem Grund. Sei jedoch bedacht, wie Du unsere Mittel einsetzt, und informiere mich, bevor Du solche Schritte unternimmst.

Zudem habe Ich einige Gerüchte über eine Zusammenarbeit mit dem Orden von Nuum gehört. Ist da etwas dran? Wie du sicher weißt, ist der Orden mächtig und kann unserer Familie Vorteile bringen, anderseits hat der Order einen durchaus wechselhaften Ruf… bitte beachte dies in der Wahl deiner Gefährten.

Nun sei klug und entschlossen in allem, was Du tust. Die Ehre unseres Hauses liegt in Deinen Händen, und ich weiß, dass Du sie zu wahren weißt.

Mit väterlichem Gruß,
Baron Bernhold von Rohenheim

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