Abenteuer 03
Der Schlüssel des Glasbläsers
Als Begleitschutz des Weinhändlers Ruolf reiste die Gruppe nach Ultia in Patalis; unterwegs drückte ihr ein sterbender Gnom einen magischen Schlüssel zu einem versetzten Alchemielabor in die Hand. Über den Glasbläser Wilibert Gelbhorn erfuhr sie vom verschwundenen Laborbesitzer Orto und den „Suchern“, verhandelte ergebnislos mit deren Händlerin und gelangte mit dem Schlüssel nach Nuum. Dort beauftragte Babak il Kum sie, das Verschwinden der Ordensschülerin Mara Khani in Prerok aufzuklären; die Spur führte in eine stillgelegte Mine, wo die Gruppe einen Golem besiegte.
Schlüsselmomente
- 1
Der sterbende Gnom
PatalisIm Gasthaus „Zum brennenden Dachs“ starb ein Gnom im Zimmer der Gruppe und gab Veloran einen Schlüssel; hinter der Tür lag plötzlich ein fremdes Alchemielabor.
- 2
Ira die Rote
PatalisAn der Straße half die Gruppe Söldnern, die Verbrecherin zu fassen; dabei brannte deren Haus ab.
- 3
Beim Glasbläser
UltiaThorgrim und Helwig fanden Wilibert Gelbhorn, der von Orto, dem versetzten Labor und den „Suchern“ erzählte.
- 4
Verhandlung mit der Sucherin
UltiaMit dem Schlüssel gelangte die Gruppe zur Händlerin der Sucher, doch über den Preis wurde man sich nicht einig.
- 5
Ankunft in Nuum
NuumThanos' alter Meister Babak il Kum beauftragte die Gruppe, nach der verschwundenen Mara Khani zu suchen.
- 6
Der Golem in der Mine
PrerokIn einer stillgelegten Mine fand die Gruppe einen Geheimgang und besiegte einen Golem; am Boden waren Blutspuren.
Mit Ruolf nach Patalis
Ruolf, der Weinhändler, wollte eine neue Handelsroute nach Ultia in Patalis erschließen, und die Gruppe schloss sich ihm als Begleitschutz an, mit möglicher Beteiligung an den Erlösen. Für die rund zwei Wochen lange Reise ging es über die Passstraße und die Grenzfeste aus dem Riesheimgebirge hinaus nach Patalis. Eines der ersten Gasthäuser an der Straße war „Zum brennenden Dachs“, noch zwei bis drei Tagesreisen von Ultia entfernt.
Der sterbende Gnom
In der Nacht taumelte ein schwer verletzter Gnom in das Zimmer der Gruppe. „Ihr müsst den Glasbläser suchen“, sagte er zu Veloran und gab ihm im Sterben einen Schlüssel. Auf der rechten Hüfte trug er eine Art Brandmal, vielleicht eine stilisierte Lupe.
Der Zugang zum Zimmer war irgendwie vertauscht: Statt des Gangs lag hinter der Tür eine Art Alchemistenlabor, das nicht in dieser Welt zu liegen schien, vielleicht im Feenreich. Dort fanden sich ein Schuldschein über Glaswaren auf den Namen Wilibert Gelbhorn und sehr viele Abhandlungen über Magietheorie und Alchemie; aus einem Buch ging hervor, dass sein Verfasser ein magisches Gefäß erschaffen sollte. Mit dem seltsam magischen Schlüssel des Gnoms gelangte man offenbar ins Labor, mit dem gewöhnlichen zurück ins Gasthaus. Dort kannte niemand einen Wilibert, doch der Gnom war schon einmal Gast gewesen, kam aus Ultia und hatte im Zimmer der Gruppe geschlafen. Die Gefährten begruben ihn unauffällig.
Weiter an der Straße half die Gruppe einer recht unhöflichen Söldnertruppe, die Verbrecherin Ira die Rote dingfest zu machen. Dabei brannte leider deren Haus ab, und die Kinder liefen weg. Helwig hatte mit dieser „Lösung“ Bauchschmerzen.
Ultia
Zwei Tage später erreichte die Gruppe Ultia – was für eine Stadt! Von dieser beeindruckenden Großstadt aus regiert Valerius III Patalis. Mit Ruolf kam die Gruppe in einem großen Gasthof unter und teilte sich für Nachforschungen auf. Man hörte von einer Serie von Todesfällen quer durch alle Schichten, angeblich das Werk eines Geheimbunds namens „Die Schatten“, und von unklaren Versuchen, das Mondtor zu öffnen. Für Thanos interessant: Im Amüsierviertel lockte die „Drachlingsbrut“ mit Glücksspiel, und überhaupt wird in Ultia viel gewettet, vor allem auf die Gladiatorenspiele.
Thorgrim hatte in der Stadt einen Kontakt, den Zwergenschmied Wulfma. Mit Helwig fand er Wilibert: einen gnomischen Glasbläser, der exklusiv mit Alchemisten arbeitet und in seinem Laden sehr gute, aber sehr teure Ware führt. Leider zerstörte Thorgrim unabsichtlich den halben Laden; Helwig reparierte einen Teil, und Thorgrim beglich den verbliebenen Schaden von 25 Lunaren.
Was der Glasbläser wusste
Eigentümer des Labors war Orto, eine Art Geschäftspartner des Glasbläsers. Das Labor hatte einmal in Ultia gestanden, war aber magisch versetzt worden. Orto galt als etwas verrückt und hatte an einem sehr experimentellen magischen Fokusspeicher gearbeitet; seit er mit dem Labor verschwunden war, fehlte von ihm jede Spur. Die Lupe war das Zeichen der „Sucher“. Deren Artefakthändlerin hatte dem Glasbläser den Schlüssel abgekauft, nachdem er mehrmals überfallen worden war, und auch andere, teils sehr gefährliche Gruppen waren hinter ihm her.
Abends fragten sich die Gefährten, ob sie bereits überwacht wurden; der mögliche Spion war verschwunden, und sie wechselten die Unterkunft. Der Schlüssel war wohl mehrere Solare wert, und laut Gelbhorn konnte er noch mehr: Mit ihm ließ sich jede beliebige Tür ansteuern, sofern man sie kannte.
Verhandlung mit der Sucherin
Durch den Schlüssel gelangte die Gruppe direkt zur Sucherin, der Auftraggeberin des toten Gnoms. Ihr Angebot von 15 Lunaren pro Person fand die Gruppe lächerlich; die Händlerin ging auf 20, die Gruppe verlangte 50. Man gab ihr zwei Tage, nachzubessern. Nebenbei erfuhr die Gruppe, dass es zwei weitere Interessenten für den Schlüssel gegeben hatte, darunter eine Delegation aus Nuum.
Nuum
Die Gruppe versuchte, mit dem Schlüssel direkt nach Nuum zu gelangen, und das gelang auch: Sie stand vor dem Gasthaus „Zum singenden Leichnam“, von wo aus sie die Stadt nach zwei bis drei Stunden erreichte. Die Stadtwache notierte alle Namen, und in der Zitadelle war Thanos’ Ankunft bereits vermerkt. Sein alter Meister Babak il Kum wollte sich im Orden umhören. Den Schlüssel behielt die Gruppe vorerst; Veloran verwahrte ihn.
In der Markthalle erwarb Helwig einen Flatulenztrank, Thorgrim erkundigte sich nach seltsamen Erzen, und Thanos recherchierte nach einem Wiedersehen mit alten Kollegen intern im Orden. Thorgrim und Veloran halfen dem Zwergenschmied Uldo Hammerklang bei einem Brustpanzer. Als sich sein Gehilfe verletzte, retteten die beiden ihn und das Werkstück, und Thorgrim erhielt zum Dank eine seltsame „Münze“. Abends traf sich die Gruppe im Kasino „Zum Silbernen Würfel“.
Dann hatte Babak il Kum einen Auftrag: Die Zwergin Mara Khani, eine Schülerin des Ordens, war verschwunden. Zuletzt hatte man sie in Prerok gesehen.
Prerok
In Prerok zeigte sich, dass die Vermisste die Stadt nicht wie geplant verlassen hatte; zuletzt war sie am Tag ihrer Ankunft gesehen worden. Sie hatte sich mit einem Erzhändler treffen sollen. Der behauptete, nicht die komplette Erzlieferung sei in Nuum angekommen, wusste aber nicht, wo sie war – und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände machte Thorgrim ihn sich zum Feind. Veloran folgte einer vermummten Gestalt, deren Spur sich im Nichts verlor.
Eine Wache erzählte, die Erzkutsche sei von vier Ordensmagiern bewacht worden. An einem bewachten Punkt auf dem Weg zu den Minen erfuhr Thanos, dass eine einzige Person für die gesamte tägliche Erzlieferung zum Händler zuständig war. Hauptmann Delmar nahm die Vermisstenmeldung auf und versprach Nachforschungen. Der zuständige Ordensmagier Kasimar war der Gruppe seltsamerweise entgangen.
Schließlich zeigte sich die vermummte Gestalt wieder: eine Frau, die ebenfalls nach Mara Khani suchte und behauptete, sie sei in einer stillgelegten Mine umgekommen. Im Austausch versprach die Gruppe, ihr künftige Hinweise weiterzugeben.
Die Mine
In der stillgelegten Mine fand die Gruppe einen Geheimgang und besiegte einen Golem. In seinem Raum waren Blutspuren auf dem Boden. Was blieb, war ein rätselhafter Satz:
„Nur in der Esse könnt ihr die Wahrheit finden“
Belohnungen
- Der Schlüssel des Glasbläsers, vom sterbenden Gnom an Veloran übergeben
- Eine seltsame „Münze“ für Thorgrim von Uldo Hammerklang