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Lorakis-Chronik
Szene aus „Verwechslung in fernen Welten“
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Abenteuer 21

Verwechslung in fernen Welten

Nach der Befreiung des Wasserelementars suchte die Gruppe im Sumpf den gnomfeindlichen Alb Naarua auf, der die fehlenden Stellen der Prophezeiung beschaffen wollte, wenn sie nach seinem Lehrling Haster sahen. Durch ein Portal in dessen Höhle gelangten Thorgrim, Ionis und Thanos ins Feenreich Laurifea. Mit Hilfe des Baums ohne Namen, der Ghulwacht Gotha und des verbannten Lords Thamesis gaben sie Königin Amitola ihre Erinnerungen zurück; sie erkannte, dass sie einem Schwindler aufgesessen war, gab Haster frei und beschenkte die Gefährten.

Schlüsselmomente

  1. 1

    Naaruas Bedingung

    Verwunschene Sümpfe

    Der gnomfeindliche Alb wollte helfen, wenn Gerin einen Eichenstumpf ausriss und die anderen nach seinem Lehrling sahen. Der Stumpf hielt stand.

  2. 2

    Die Höhle des Lehrlings

    Verwunschene Sümpfe

    Nach einem Kampf gegen alte Golems fand sich Thanos an einem Alchemistentisch plötzlich in einem anderen Reich wieder – die Wand war ein Portal.

  3. 3

    Der Baum ohne Namen

    Feenreich Laurifea

    Ionis und Thanos tauschten eigene Erinnerungen gegen Erinnerungen an Arin Winder und an Bilals Plan.

  4. 4

    Bei Gotha

    Feenreich Laurifea

    Die Ghulwacht im Pilzhaus bewirtete die Gefährten mit Suppe und riet ihnen, sich an den verbannten Lord zu wenden.

  5. 5

    Eine Sänfte für den Lord

    Feenreich Laurifea

    Weil Thamesis den Palast nur nicht physisch betreten durfte, trugen ihn die Gefährten in einer Sänfte hinein.

  6. 6

    Der Garten der Königin

    Feenreich Laurifea

    Im Pavillon gaben Ionis' Musik und Thanos' Worte Amitola ihre Erinnerungen zurück; sie ließ Haster frei.

Sitzung 1

Die Gruppe brach nach Norden in die Sümpfe auf. Thanos erfuhr nun, was in Karash geschehen war, und es klang sehr dramatisch: Ein weiteres Elementar war frei. Feuer, Luft, Erde und nun Wasser. Alle waren tief betrübt – diesem Treiben musste Einhalt geboten werden. Hoffentlich konnte Naarua helfen, dessen Hütte ein gutes Stück entfernt lag. Thanos nannte ihn nur „diesen Gnomhasser“ und hoffte, dass er wenigstens seinen Gefährten half.

Dank lokaler Hilfe kam die Gruppe durch die recht unfreundlichen verwunschenen Sümpfe gut voran, auch wenn der Nebel seltsam wirkte. Thanos fand es hier irgendwie sogar ganz lustig; seine Witze erkannte leider niemand. Im Nachtlager überraschten sie bunte, angeblich giftige Frösche, und später begegneten sie einer Dryade. Thanos kannte diese Wesen aus seinen Studien in Nuum und hätte nie gedacht, einmal eines zu sehen. Nach dem dritten Nachtlager seit der Stadt tauchte endlich eine Hütte auf.

Sitzung 2

Naarua war ein sehr alter Alb mit vielen Büchern und Schriftrollen, der ihnen womöglich die fehlenden Stellen der Prophezeiung besorgen konnte. Dafür sollte Gerin einen Eichenstumpf aus dem Boden reißen, und die anderen sollten nach Haster sehen, seinem Lehrling, der ganz in der Nähe ein eigenes Labor hatte. Und: Naarua hasste Gnome. Der Baumstumpf war morsch, marode und lächerlich klein – Gerin schaffte es trotzdem nicht.

Sitzung 3

Die Höhle des Lehrlings

Ohne Gerin machten sich die anderen auf den Weg. Nach zwei Stunden führte eine Treppe in eine Höhle, in der seit Jahren niemand gewohnt zu haben schien, obwohl der Lehrling erst seit wenigen Tagen verschwunden war. Als sie seltsame Verzierungen genauer betrachteten, glühten diese auf, und zwei Golems setzten sich in Bewegung. Einer war funktionsunfähig, den anderen zerstörten sie; die Runen waren laut Ionis ein jahrhundertealtes Protokoll für die Golems. Fußspuren führten an einer Falle vorbei zu einem Alchemistentisch, an dem vor Kurzem an einem Wärmetrank und anderen Tränken gearbeitet worden war, und zu einem magischen Kelch voll Wasser, in dem sich laut Thorgrim der Nachthimmel spiegelte, obwohl es gar nicht Nacht war. Plötzlich fand sich Thanos in einem überirdischen Gebäude wieder. War die Wand ein Portal gewesen?

Im Feenreich Laurifea

Das Gebäude war prunkvoll, aber verlassen und etwas heruntergekommen, die Vegetation völlig anders als im Sumpf: Sie waren nicht mehr auf Lorakis. Ein reich verziertes Mosaik an der Wand erwies sich als Portal voller Feenmagie, dem aber ein Teilchen zu fehlen schien wie ein Puzzleteil. Draußen sah alles nett, aber verschwommen aus, und die Fenster ließen sich nicht öffnen. Thanos prüfte, ob der Rückweg noch funktionierte – er tat es.

Nach wenigen Schritten trafen sie einen älteren Gnom, den Haushofmeister Bilal. Sie befanden sich im Feenreich Laurifea, regiert von Amitola. Bilal trug einen sehr seltsamen Schlüsselbund, an dem manche Schlüssel gar nicht zu Türen zu passen schienen, und hatte keinen rechten Plan; früher, sagte er, sei es im Palast besser gewesen. Er verwies sie an die Hausmusikerin des Hofes, Siraja.

Sich schnell zu bewegen fiel schwer, fast wie unter Wasser. Siraja spielte Harfe, sehr gut, aber traurig und fesselnd. Ionis stimmte mit ein, und aus dem Duett wurde ein Gespräch: Sie spielte längst nur noch für sich. Die Königin „sehnt sich nur noch nach einer Gesellschaft“ und sei tief depressiv, seit ihr Gefährte Arin Winder verschwunden sei – angeblich zu Experimenten auf Lorakis, vor Hunderten von Jahren, und nie zurückgekehrt. Erst vor Kurzem sei eine Besserung eingetreten. Früher sei dies eine „Welt der Jugend“ gewesen, heute eine Welt der Einsamkeit: Jede Form von Austausch und Geselligkeit erschwere die Bewegung, wie Ionis sogleich bestätigte. In einem verlassenen Thronsaal fanden sie eine große Furche, die zu einem Loch in der Wand führte – ein langer Fluss aus Salzwasser. Hatte die Königin hier so lange geweint?

Der Baum ohne Namen

Der einzige Weg zur Königin führte über das Mosaik, doch wie es funktionierte, wusste niemand. Siraja verwies die Gefährten an den Baum ohne Namen, der in der Ebene um den Palast Erinnerungen tauscht. Sie warnte auch: 100 Jahre draußen sind hier nur vier Jahre, und das Portal nach Lorakis steht nur einen Tag lang offen. Außerdem erzählte sie vom verbannten Exkönig, Lord Thamesis, einem Feenwesen, das durch einen Sterblichen ersetzt worden war. Bilal ließ sich überreden, bei der Königin vorzusprechen, kam aber mit Dornen in der Seite zurück: Sie wollte nicht gestört werden.

Jeder für sich allein, um schneller voranzukommen, gingen sie zum Baum. In der Ferne sahen sie Berge. Der Baum war sehr beeindruckend und trug seltsame Kugeln an den Ästen, wohl die Erinnerungen. Arin Winder, erzählte er, sei viele Male zwischen hier und Lorakis gewechselt. Nach einiger Debatte gab Ionis seine Erinnerung an den Pfad des Wahnsinns her und erhielt dafür die an ein großes Fest: Arin Winder, der dem gesuchten Lehrling tatsächlich ähnlich sah, verabschiedete sich dort, um sich um seine Forschungen auf Lorakis zu kümmern. An den Mondpfad erinnerte sich Ionis danach nicht mehr.

Schweren Herzens tauschte Thanos seine Erinnerung an Hagbarts Schar und den Wyvern gegen eine Erinnerung an Bilal und dessen „Plan“. Der Haushofmeister hatte den Baum gefragt, ob er Erinnerungen auch fälschen könne – er konnte es. Bilal wollte außerdem eine Erinnerung der Königin haben, doch diese lagerten bei ihrem Ex-Mann, und um mit dem direkt zu verhandeln, war Bilal wohl zu ängstlich. Vielleicht hatte er Gotha, die Ghulwacht im Sumpf, um Hilfe gebeten. Im Gespräch gab Bilal schließlich zu, dass der Lord einst verbannt worden war, weil er versucht hatte, den Menschen zu töten.

Bei Gotha im Sumpf

Ein bis zwei Stunden waren sie nun hier. Als sie hinausgingen, war plötzlich Winter statt Sommer. Thanos wollte abbrechen, doch Ionis war schon losgelaufen. Jeder erlebte den Weg anders: Ionis glaubte, über eine Riesin gegangen zu sein, Thanos wählte an einer Gabelung aufs Geratewohl den rechten Weg, Thorgrim war angeblich in einem absurden Theater.

In einem wilden Sumpf mit salzigem Wasser stand ein gigantischer Pilz, Gothas Haus. Die ältere Frau, deren Gesicht und Hände man nicht sah, rührte in einem Kessel und reichte ihnen eine sehr unappetitlich aussehende Suppe, die Ionis und Thorgrim erstaunlich gut fanden. Gotha war unglücklich, weil der Zustrom zu ihrem Sumpf – die Tränen der Königin – versiegt war. Sie riet, sich an den Lord zu wenden, aber vorsichtig: Er sei mächtig. Ein Viertel der Zeit, die das Portal offen stand, war bereits vergangen.

Bei Lord Thamesis

Auf dem Weg zu Thamesis’ altem Palast brachte Thanos von einem Zwischenhalt eine regenbogenfarbene Feder mit, die einen Zauber speicherte. Der Plan: Der Lord sollte ihnen helfen, die Erinnerung der Königin so zu beeinflussen, dass sie erkannte, dass sie früher glücklicher war – dann käme der Lehrling frei, und alle wären glücklich. Im Palast spielte die Schwerkraft Streiche. In einem großen Saal saß Thamesis auf Bällen voller Erinnerungen: halb Löwe, halb Skorpion, mehr als acht Fuß groß, ohne Frage ein sehr mächtiges Wesen.

Manipulieren wollte er keine Erinnerungen, aber helfen schon. Arin Winder habe die Königin überredet, ihre Erinnerungen aufzugeben, woraufhin sie ihm ganz verfallen sei; hätte sie sie wieder, würden die beiden wieder zusammenfinden. Den neuen Palast durfte Thamesis nicht betreten. Er teilte Ionis seine Erinnerung an die Verbannung, und so fand sich die Lücke im Bann: Verboten war nur das physische Betreten. Also bauten die Gefährten ihm eine Sänfte. Thamesis, der seine Gestalt ändern kann und ihnen nun humanoid begegnete, wählte drei gute Erinnerungen aus, und Thanos ließ sich zur Rückversicherung eine weitere geben.

Der Garten der Königin

Sie betraten den Palast, und es geschah keine Katastrophe. Am Mosaik trafen sie Bilal, der sehr, sehr überrascht war; als Thamesis auftauchte, versank er im Boden – wirklich im Boden. Im letzten Moment bekam Ionis seinen Schlüssel zu fassen, und mit ihm konnten sie das Mosaik durchqueren. Dahinter lag ein großer Garten, eher ein Irrgarten, der ihnen einiges abverlangte. In seiner Mitte stand ein Pavillon: Dort war Amitola in humanoider Gestalt, neben ihr der weggetretene Lehrling.

Erst war sie nicht freundlich, doch Ionis spielte harmonisch auf, und Thanos redete mit Engelszungen auf sie ein, bis sie sich die Erinnerungen ansah. Sie zog sich zurück, um alle zu betrachten, und kehrte voller Dank zurück: Mit Arin Winder sei sie einem Schwindler auf den Leim gegangen, sie werde alles in Ordnung bringen. Haster kam langsam wieder zu sich. Die Königin lud die Gruppe für den nächsten Tag zu einem Fest ein und versicherte, sie könnten ihr Reich ohne Probleme verlassen.

Das Fest

Im Thronsaal versammelten sich rund 35 unterschiedliche Wesen. Die Königin dankte den Gefährten sehr und beschenkte sie alle; für den folgenden Tag kündigte sie einen Feenmarkt an.

Belohnungen
  • Geschenk der Königin an Thorgrim: wieder eine gute Verbindung zu Kashrok
  • Geschenk der Königin an Ionis: Er wird fortan überall bekannt sein
  • Geschenk der Königin an Thanos: Seine Buchhaltung gilt als bestätigt und soll nie wieder angezweifelt werden
  • Eine regenbogenfarbene Feder, die einen Zauber speichert (Thanos)
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