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Lorakis-Chronik
Szene aus „Das Konklave von Taupio“
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Abenteuer 23

Das Konklave von Taupio

Als Primärquelle nahm die Gruppe am Konklave von Taupio teil, auf dem die Delegationen von Lorakis unter Leitung der Mediatorengilde über die elementare Gefahr berieten. Der Prophezeiungsexperte Egbart wurde ermordet, bevor er seine Entdeckung teilen konnte, Ionis wurde von Saladisch wegen der Ereignisse in Fedir angegriffen, und ein Abstieg unter eine alte Kashrok-Schmiede endete vor einem Höhlendrachen mit dem Rückzug. Am Ende rangen die Delegationen um die Leitung einer gemeinsamen Expedition; die Entscheidung stand noch aus.

Schlüsselmomente

  1. 1

    Eröffnung des Konklaves

    Taupio

    Unter dem Motto „Die Stimme eines geeinten Lorakis“ eröffnete Alena von Aalen die Versammlung der Delegationen; Gerin erkannte unter den Selenern seinen Bruder.

  2. 2

    Bericht über die vier Elemente

    Taupio

    Die Gruppe berichtete von Feuer, Luft, Erde und Wasser und erntete Rückfragen, Spott aus Eisenbrann und die Forderung nach einem Wahrheitsritual.

  3. 3

    Der schwarze Pfeil

    Taupio

    Auf dem großen Platz traf ein schwarzer Feuerpfeil den Gelehrten Egbart; er starb in Ionis' Armen mit den Worten „Täuschung der Drachlinge“.

  4. 4

    Saladischs Angriff

    Taupio

    Ein Farukani aus Fedir griff Ionis nach einem Ablenkungsmanöver an, um ihn für die Ereignisse in Fedir bezahlen zu lassen.

  5. 5

    Kashroks Reich

    Alte Kashrok-Schmiede

    Unter der alten Schmiede bestanden Thorgrim, Gerin und Ionis eine Prüfung des Muts und schmiedeten den Schild Ambossglanz zu Ende.

  6. 6

    Der Höhlendrache

    Alte Kashrok-Schmiede

    Vor einem Höhlendrachen blieb nur der Rückzug.

  7. 7

    Ringen um die Leitung

    Taupio

    Die Delegationen verhandelten über Gesamt-, militärische und magische Leitung einer gemeinsamen Expedition; die Abstimmung blieb offen.

Ausgangslage

Der Nuumer Orden schickte die Gruppe nach Taupio, wo die Mediatorengilde ein Konklave zur Bekämpfung der elementaren Gefahr ausrichtete. Nuum organisierte mit, wollte aber nicht als Organisator auftreten, da alle mit Nuum im Streit lagen. Die Gefährten gehörten deshalb nicht zur Nuumer Delegation, sondern traten als Primärquelle auf. Sie bekamen eine Unterkunft – samt einem Vestagari als Kontaktmann. Thanos war während des Konklaves nicht an ihrer Seite.

Sitzung 1

Ankunft und Eröffnung

Alena von Aalen von der Mediatorengilde eröffnete die Versammlung vor etwa 80 bis 100 Teilnehmern. Das Motto lautete „Die Stimme eines geeinten Lorakis“, Co-Vorsitzender war Melosch Parasch, Gastgeber Taupio selbst. Die großen Machtblöcke waren Nuum, Selenia, Farukan und Eisenbrann; dazu kamen kleinere Delegationen: die Bewahrer aus Ioria, Aurigon, Taupio und die Stromlandinseln. Die Stimmung war diplomatisch und vorsichtig optimistisch, Hoffnung und Misstrauen hielten sich die Waage. Gerin erkannte bei der Eröffnung seinen Bruder.

Das Abendessen

Bei einem gemischten Abendessen, an einem eigenen Tisch, lernte die Gruppe die Delegationen kennen. Selenia führte der hochadlige Graf Rudolf von Harbsberg; zu ihm gehörten Gerins Bruder, der Hofmagier Albus, ein Gelehrter und ein Militärvertreter. Selenia trat nicht als Bittsteller auf und interessierte sich sehr für die Ereignisse im Mertalischen Städtebund; Gerins Bruder wirkte wohlwollend.

Die Stromlandinseln schickten ausschließlich Alben, darunter die Forscherin Alana, einen wissenschaftlichen Typus. Aurigon wirkte wie eine Runde von Bankiers, die Bewahrer führte Utra Pendan. Farukans Delegationsleiter war Ibn bin Huluf III., Träger von vier Federn und Freund des ehemaligen Pardesh, begleitet von Quamal, Omar und Leibdienern. Die Eisenbranner Delegation führte Velia Starkarm an, mit dabei Orim Dunkelstein, ein Priester des Isgar. Das Essen selbst war im Nachhinein belanglos.

Der Bericht der Gruppe

Am zweiten Tag berichtete die Gruppe von ihren Erlebnissen rund um die vier Elemente. Den Kern ihrer Botschaft hält ihre Rede vor dem Hohen Rat fest:

Feuer, Wasser, Luft und Erde sind frei. […] Die Prophezeiung warnt nicht vor den einzelnen Elementaren. Sie warnt vor ihrer Vereinigung.

Hinter den Katastrophen sahen die Gefährten Geheimbünde am Werk, allen voran das Auge der Macht.

Beim Feuer sparten sie die Pakt-Thematik bewusst aus. Der Magier aus Selenia fragte nach dem Ritual, und Alana berichtete von vermehrten Vulkanausbrüchen; ihre These: Feuermagie verursacht Nebenwirkungen. Bei der Luft erzählten sie ehrlich, auch vom alten Geschichtenerzähler. Farukan fragte nach den „Templern“, und Ionis stand weiterhin zu seiner Geschichte. Die Erde schilderten sie in vollständiger Ehrlichkeit; Farukan wollte wissen, ob das Ritual bewusst oder unbewusst gestoppt worden war, Aurigon reagierte mit einem skeptischen „Püh“. Beim Wasser blieb der Pakt wieder außen vor, und aus Nuum kam die Frage, woher die Träne stamme.

Eine Zwergin aus Eisenbrann ging Thorgrim in unverschämtem Ton an: „Ihr könnt halt nicht kämpfen.“ Selenia forderte ernsthaft ein Wahrheitsritual, die Bewahrer wollten von Thorgrim wissen, welche Rolle die Götter bei alldem spielten. Gerins Bruder machte eine seltsame Bemerkung bezüglich des „Gefallens der Hochzeit“; er misstraute mehreren Delegationen und vermutete Kräfte, die Selenia bewusst behindern wollten. Am Abend überbrachte der Vestagari eine Nachricht mit dem Absender „Von Thanos“: Lob für die Zurückhaltung gegenüber Nuum – „Gut gemacht.“ Später besuchten die Gefährten noch ein Gasthaus im Garnisonsviertel.

Expertenanhörungen

Am dritten Tag saß die Gruppe direkt neben dem Podium. Das Konklave verfolgte zwei Ziele: die Prophezeiung zu lösen – wann, wo? – und, zunächst unabhängig davon, eine Expedition zusammenzustellen. Die Gefährten erhielten Pässe für sämtliche Bibliotheken.

Die meisten Vorträge blieben ereignisarm: ein eher langweiliger Elementartheoretiker, Albus über die Auswirkungen auf die Magie und die betroffenen Magieschulen, der albische Landeskundler Alduun über die Idee eines „Raums ohne Zugang“, die er anhand von Kulturen und geografischen Zusammenhängen untersuchte. Herausragend war Egbart, ein sehr alter Gelehrter und Prophezeiungsexperte, der Querverweise zu anderen Prophezeiungen und Verbindungen zu Untergangsschriften erkannte. Den Ort kannte er noch nicht, arbeitete aber daran.

Der schwarze Pfeil

Nach einem Ruhetag ging es um die Beweisführung. Die Sprache der Prophezeiung ließ weiterhin unterschiedliche Deutungen zu, die Bewahrer blieben schwammig, und Quamal – „nur ein unwürdiger Diener des Pardesh“ – erzählte der Gruppe einiges über Ibn bin Huluf. Dann kündigte Egbart an, er habe etwas Bedeutendes entdeckt, und bat die Gefährten für den Abend auf den großen Platz. Humpelnd erschien er – und wurde von einem „schwarzen Feuerpfeil des Todes“ getroffen.

Sitzung 2

Gerin sprintete los, sprang auf einen Tipp aus der Bevölkerung in den zweiten Stock und jagte dem Schützen nach, leider ohne Erfolg. Egbart starb in den Armen von Ionis. Seine letzten Worte: „Täuschung der Drachlinge.“

Auf dem Platz brach Panik aus, doch bei der herbeigeeilten „Stadtwache“ war nichts zu holen. Alena zeigte wenig Interesse; Melosch, dessen Professor Egbart gewesen war, reagierte empathischer und gab ihnen Egbarts Adresse. Das Haus hatte drei Stockwerke voller Bücher, eine eigene Bibliothek zu Prophezeiungen. Ein kleines Malheur mit Lampe, Öl und Feuer traf einige von Egbarts schriftlichen Notizen – hoffentlich nichts Wichtiges. Gerin ließ über den Vestagari nach Thanos schicken; drei Stunden später kamen die Nuumer, aber ohne ihn. Die Recherche ergab immerhin: Mehrere Prophezeiungen aus verschiedenen Überlieferungen beziehen sich auf ein und dasselbe übergreifende Ereignis.

Gerins Bruder fragte nach Thanos, und Gerin erzählte ihm alles. Der Bruder hatte Post vom Vater bekommen, der sich freute, dass Gerin Nuum den Rücken gekehrt habe. Dann stieß einer der Farukanis mit Ionis zusammen – ein Ablenkungsmanöver: „Du wirst dafür bezahlen, was du mir in Fedir angetan hast.“ Es folgte ein kurzer, heftiger Kampf. Zum Glück war Gerin so schnell; trotzdem musste Ionis „ein kleines Nickerchen machen“ und ging zu Boden. Die Alben der Stromlandinseln konnten ihn heilen.

Sitzung 3

Der Angreifer war Saladisch aus Fedir. Insgesamt lief es nicht rund: Bei seiner Befragung schilderte er die Geschichte um Fedir, und Ionis’ Antwort darauf war sehr dünn. Wäre Quamal nicht gewesen, hätte es übel für ihn ausgesehen. Auch Thorgrim musste sich mühsam durch die Geschichte „lawyern“. Als die Gefährten Thanos schließlich trafen, war das Urteil knapp: Alles lief mies, und die Sache mit Selenia war natürlich schlecht.

In der Nacht träumte Thorgrim: Geh zum Markt – Blaupause kaufen. Neue Spuren taten sich auf: zwei Drachlingsschriftrollen, Prof. Dr. Garos und ein Tagebuch. Dieses rund 150 Jahre alte Tagebuch eines Kashrok-Priesters nannte Mikail, der dem Priester Metall gegeben hatte, das dessen Glauben destillieren sollte; zuvor musste der Priester seinen Glauben tief unter der Erde beweisen. Eine Prüfung unter Taupio also. Und Egbarts letzte Worte, überlegten die Gefährten, könnten statt „Täuschung“ auch „Lösung der Drachlinge“ gelautet haben.

Sitzung 4

Gerin besorgte über seinen Bruder Wachen für Professor Garos – erschreckend einfach. Dann suchte die Gruppe die alte Schmiede und fand sie: eine wohl schon länger geschlossene Werkstatt mit vernagelten Türen. Sie brachen ein. Über der Tür standen Runen: „Diese Schmiede soll gedeihen unter der schützenden Hand Kashroks“. In der staubigen Schmiede stand ein Opferbecken, hinten führte eine Treppe hinab in einen gemauerten Lagerraum mit Kohle, sperrigem Gerät und Material, eine weitere zehn Schritt tiefer in den natürlichen Fels. Am Ende eines Raumes voller Fässer stand an einer Tür: „Hier beginnt Kashroks Reich – schreite mit Glauben voran oder kehre um“. Abgestandene Minenluft schlug ihnen entgegen.

Thorgrim, Gerin und Ionis gingen mit Götterdienern hinab. Nach einer halben Stunde erreichten sie eine Höhle mit plätscherndem Wasser und fünf Ausgängen. Thorgrim hatte bei einem Gang ein besseres Gefühl und führte sie zielsicher durch zahllose Gabelungen, während die anderen längst die Orientierung verloren hatten. Nach zwei Stunden öffnete sich ein steiler Weg in eine riesige, hallende Höhle – doch sie standen nicht „auf dem Boden“. Eine Prüfung des Muts: Thorgrim zweifelte, konnte aber gehen; Gerin sackte etwas ein, ging aber ebenfalls. Ionis fiel es schwer, bis Lux ihm ein Zeichen sandte und er Thorgrim – in seinen spöttischen Worten – „seiner wahren Bestimmung als Packesel“ folgen ließ. Schließlich erreichten sie einen weiteren Torbogen.

Dahinter lag eine weitere Schmiede. Das Opferbecken brannte noch, in der Esse lag Glut, und auf dem Amboss ein zu vier Fünfteln fertiger Schild. Im Regal stand eine Statuette aus purem Gold, ein Zwerg mit Axt und Schwert, besetzt mit einem Edelstein. Die Gefährten schmiedeten den Schild zu Ende und nannten ihn Ambossglanz. Die Statue ließen sie liegen und gingen weiter, was nur mit dem Schild möglich war.

In der nächsten großen Höhle roch es nach Gefahr: ein Höhlendrache. Der Kampf begann, doch „manchmal ist Rückzug der beste Schritt“. Die Gruppe zog sich zurück – laut den Notizen „mit nichts in der Hand“.

Sitzung 5

Im Morgengrauen kamen die Gefährten aus der Schmiede heraus. Schlafen half. Im Kolleg der Völkerverständigung rasselten die Delegationen aus Eisenbrann und Selenia aneinander; ein Gruppenmitglied regelte das nach eigener Aussage „extrem entspannt“. Professor Garos erklärte, das Ritual sei Drachlingsmagie und erfordere 100 voll ausgebildete Magier. Egbart hätte helfen können – doch er war tot. Bei Gerins Bruder klang alles nicht gut: „Wir werden weiterhin Brüder bleiben.“ Ibn bin Huluf sah zwar den Bedarf, zweifelte aber an der Rechtmäßigkeit der anderen.

Dann ging es um die Leitung. Zu besetzen waren Gesamtleitung, militärische Leitung und magische Leitung; für eine Zweidrittelmehrheit brauchte es 115 Stimmen.

Delegation Stimmen
Eisenbrann 30
Ioria 10
Selenia 40
Farukan 30
Nuum 35
Taupio 2
Aurigon 20
Spiegelprinz 5

Nuum wollte helfen und hatte eine riesige Karte mit möglichen Orten dabei. Eisenbrann wollte alles allein managen, Farukan auf jeden Fall die Leitung, und Selenia war raus. Ein erster Vorschlag sah vor, dass Farukan die Gesamt- und die magische Leitung übernimmt und Eisenbrann die militärische.

Sitzung 6

Farukan schien mit dem Vorschlag einverstanden, Nuum machte mit. Aurigon wollte daraus Profit schlagen und Zugeständnisse der anderen erreichen. Die Stromlandinseln folgten rätselhaften Instruktionen ihrer Prinzessin und wollten möglichst viele Beteiligte; am Ende dürften sie wohl mitmachen. Taupio wollte vor allem, dass überhaupt etwas zustande kommt. Ioria aber wollte selbst führen und hörte nur auf das Orakel der Bewahrer. Die Entscheidung über die Leitung war noch offen.

Belohnungen
  • Pässe für sämtliche Bibliotheken
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