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Lorakis-Chronik
Szene aus „Basaltwut“
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Abenteuer 18

Basaltwut

Eine Fernbotschaft aus Thorgrims Schild führte die Gruppe in die Edelstein-Siedlung Rubinkern an der Schattenwand, wo Thorgrim und der Zwerg Bargol nachts spurlos verschwanden. Tief unter der Mine fanden die Gefährten Thorgrim im Bann der „Basaltwut“ in einem uralten Kashrok-Tempel. Während er sich durch das Schmieden eines neuen Hammers befreite, hielt die Gruppe den besessenen Hüter von Fels und Flamme Grumbar auf, der sich am Ende selbst versteinerte und geläutert wieder erwachte; Bargol wurde halbwegs geheilt und der Zugang versiegelt.

Schlüsselmomente

  1. 1

    Eine Stimme aus dem Schild

    Zum großen Schluck

    In der Taverne „Zum großen Schluck“ hörte Ionis Ralfs Stimme aus Thorgrims Schild: Schattenwand, Kashroks Runen, Rubine.

  2. 2

    Krähbert

    Rubinkern

    Ein blitzumzuckter Graul mit einem Edelstein im Schnabel entkam Thanos' Blitzschlag; der bestohlene Zwerg tobte.

  3. 3

    Thorgrim verschwindet

    Rubinkern

    Nach einem feuchtfröhlichen Abend bei den Hohlpickes war Thorgrim fort, gesehen zuletzt nachts allein auf dem Weg in die nördliche Schattenwand.

  4. 4

    Bargol in der Tiefe

    Rubinkern

    In einem mit Felsmagie geschaffenen Tunnel fanden die Gefährten den besessenen Bargol, den Gerin niederrang.

  5. 5

    Thorgrim im Tempel

    Kashrok-Tempel unter Rubinkern

    In einem uralten Kashrok-Tempel brach Thorgrim gierig Rubine aus der Wand; auf Gerins Gebet hin entflammte die Opferflamme am Altar.

  6. 6

    Der neue Hammer

    Kashrok-Tempel unter Rubinkern

    Während Thorgrim seinen neuen Hammer schmiedete und zu sich kam, hielt die Gruppe den durchbrechenden Grumbar auf, der sich am Ende selbst versteinerte.

  7. 7

    Heilung durch Handwerk

    Rubinkern

    Durch schöpferische Arbeit am heiligen Feuer wurde Bargol halbwegs geheilt; Grumbar versiegelte den Zugang.

Rast im „Großen Schluck“

Nach der dramatischen Flucht aus Fedir erholte sich die Gruppe in der Taverne „Zum großen Schluck“. Ionis fragte nach Einkaufsmöglichkeiten, denn außer seiner Laute hatte er kaum etwas retten können. Das sei hier nicht so einfach, meinte der Wirt: Es gebe Holzfällercamps und manchmal Siedlungen, wenn neue Edelsteinvorkommen gefunden würden – und eine Art Edelsteinmonopol. Edelsteine abzubauen war also tabu, und wer auf anderem Weg an welche kam, musste es melden.

Thanos zog sich zurück, um den Text aus dem Kloster zu entschlüsseln, und erfuhr nebenbei, dass derzeit am meisten am „Rubinkern“ los sei, einem kleinen Ort etwa eine Tagesreise entfernt. Während Thorgrim sich um seine Ausrüstung kümmerte, hörte Ionis plötzlich Stimmen, die aus Thorgrims Schild zu kommen schienen:

„Ja wie lange noch… kurz halten.. Ja hier ihr seid doch an der Schattenwand, Prahlhans, Kashroks Runen, mit Rubinen bezahlen, angucken.“

Es war die Stimme von Ralf, dem neuen Priester Kashroks. Offenbar hatte er mit Erkenntnismagie eine Fernbotschaft geschickt – ein sehr schwieriger Zauber. Seltsam, dass Ralf dazu überhaupt fähig war.

Die Wahrsagerin und der Aufbruch

Am nächsten Tag hielt ein Wagen mit einer Wahrsagerin vor der Taverne: Sybille, angeblich 40, dem Aussehen nach eher 70. Sie wollte eilig zum Rubinkern, wo eine neue Ader gefunden worden war. Ionis kaufte ihr mit Geld, das er sich von Thorgrim lieh, eine beeindruckende Tuchrüstung ab und bekam ein Buch („Das Rubinherz“) samt Weissagung dazu: einen Mann – oder mehrere –, dem es nicht gut gehe, eine gequälte Seele, die aber noch gerettet werden könne. Auf der Straße zum Rubinkern herrschte merklich mehr Verkehr.

Thanos hatte inzwischen einiges vom Elementartext übersetzt und schickte ihn seinem Orden. Thorgrim fragte er nach „Kashroks Ruinen“ – aus seiner Sicht nur langweiliges religiöses Zeug, aber vielleicht waren dort ja Rubine zu holen. Ionis besserte mit einem starken Auftritt seine Kasse auf, und die Gefährten hörten, dass man am Rubinkern lukrative Geschäfte machen könne und die ganze Gegend unterhöhlt sei.

Unterwegs wurde das Wetter immer schlechter. Gerin sorgte sich wegen der Elementare und seines Pakts – zu Recht. Thorgrim gab zu bedenken, dass sie vielleicht göttliche Macht brauchen würden, um etwas dagegen auszurichten. Bei einer Rast in der Wildnis, die Thanos mit unverhohlenem Sarkasmus kommentierte, verschwand in der Nacht auf rätselhafte Weise das Besteck der Gruppe.

Ankunft in Rubinkern

Rubinkern war ein lebendiges Durcheinander: teils alt, vieles neu hinzugekommen, anderes wieder verfallen – ein Ort von wechselhaftem Schicksal. Der heruntergekommene Garmin Hohlpicke bot den Gefährten ein Zimmer an; weil er so niedergeschlagen war, munterte Thanos ihn mit einem Suggestionszauber etwas auf. Das alte Haus der Hohlpickes war zugleich eine Juwelenwerkstatt und immerhin sauber. Garmins Vater Gloin war geistig nicht mehr ganz beisammen und fragte Thorgrim: „Ein Zwerg, seid ihr auch so wichtig wie der andere Zwerg?“ Garmin meinte jedoch, da sei kein Zwerg gewesen …

Krähbert und Thorgrims Verschwinden

Am Abend erkundeten die Gefährten den Ort voller Glücksritter; angeblich standen die Chancen auf Funde Richtung Norden, zur Schattenwand hin, besser. Plötzlich hörte Ionis ein seltsames Krächzen. Sie folgten ihm und stießen auf einen sehr wütenden Zwerg – und auf einen übergroßen, von Blitzen durchzuckten Raben mit einem Edelstein im Schnabel. Es war ein Graul, ein Vogel aus dem fernen Graulenkamm; Graule lieben Gewitter, sind scheu und meist in Gruppen unterwegs. Ionis kam dieser jedoch fast wie eine beschworene Gestalt vor. Auf Gerins Ruf „Blitz!“ schleuderte Thanos einen Blitzschlag, doch Gerin stürzte beim Sprung, und der Vogel entkam mit leichten Blessuren. Der Zwerg war in Thanos’ Urteil „komplett nutzlos“.

Gloin kannte den Vogel: Krähbert sei schon lange hier und zeige sich nur bei schlechtem Wetter. Es wurde ein netter Abend mit den Gastgebern. Am Morgen aber war Thorgrim verschwunden – in der Nacht war er gar nicht im Schlafraum gewesen, und Gloin, der am längsten mit ihm getrunken hatte, konnte nicht weiterhelfen.

Die Suche nach Thorgrim

Ionis legte Thanos Karten, auf denen ein dicker Zwerg erschien. Die ersten Hinweise führten zum Gnom Filius Flickfeder, der unter einem Sonnensegel mit Erkenntnismagie an einer seltsamen, noch unfertigen Karte arbeitete und vor sich hin murmelte: „irgendwas mit Hügel und Himmel“. Laut Ionis sprach er mit dem „Geist des Ortes“. Der Mensch Borin Goldklang sang ein Lied aus Ionis’ Märchenbuch und stellte sich als lizenzierter Händler der Edelsteingilde vor – irgendwie ein etwas seltsames Geschäft.

Ionis fand heraus, dass Thorgrim gegen zwei Uhr nachts allein auf dem Weg in die nördliche Schattenwand gesehen worden war. Von dem Varg Erdzahn erfuhr Thanos, dass tatsächlich Runen gefunden worden waren – in dieser über Generationen durchlöcherten Gegend kein Wunder – und dass ein Varg mit weißem Fell nach einem Zwerg namens Bargol suchte. Sybille wiederholte ihre Weissagung: eine „gequälte Seele, die eingesperrt ist. In schwarzem, sich reflektierenden Stein“, vielleicht ein Zwerg, vielleicht mehrere.

Der weiße Varg fand die Gruppe schließlich selbst: Felszahn suchte seinen Freund Bargol, der in derselben Nacht verschwunden war. Auffällig viele Zwerge verschwanden, jeweils nachdem sie getrunken hatten. Felszahn und Bargol hatten bereits Rubine gefunden, und vorgestern war Felszahn in ihrer Mine auf einen Tunnel gestoßen, der nicht durch Hacken entstanden war und tief in den Basalt hinabführte. Gloin erzählte nun auch vom „anderen Zwerg“: einem gut gekleideten Zwerg namens Grumbar, der sich zwei Wochen zuvor nach Runen und der Geschichte Rubinkerns erkundigt hatte. An Rubinen schien er nicht interessiert gewesen zu sein.

Abstieg in die Mine

Mit Felszahn stiegen die Gefährten in die stark verzweigte Mine. Mehr als zwei Stunden ging es beschwerlich voran, bis sie den seltsamen Tunnel erreichten: Er konnte nur mit mächtiger Felsmagie geschaffen worden sein, und nach Thanos’ Einschätzung war das noch nicht lange her. Es wurde wärmer, die Schächte waren instabil. Ionis rief einen Götterdiener.

In der Ferne hörten sie Bergbaugeräusche – und fanden Bargol, den betrunkenen Zwerg vom Vorabend, dem Krähbert seinen Rubin gestohlen hatte. „Völlig unerwartet“, spottete Thanos. Bargol war nicht er selbst: Er griff Thanos an und machte sofort mit seiner Arbeit weiter. Gerin rang ihn schließlich nieder, doch selbst dann wollte Bargol weiter Rubine abbauen. Felszahn blieb bei seinem Freund zurück.

Der Kashrok-Tempel

In einer größeren Höhle war auf seltsame Weise Gestein abgebaut worden, fein und grob behauen, aber ohne Werkzeuge. Ein warmer Tunnel führte nach links, ein kleinerer, kühler Gang weiter, gerade breit genug für einen Zwerg. Die Gruppe nahm den kühlen Gang und fand hinter einem von Humanoiden geschaffenen Portal eine uralte kleine Bibliothek mit Romanen, Verwaltungsschriften und religiösen Texten; einige Bücher nahmen sie mit. Ionis spürte, dass sie sich einem besonderen Ort näherten. Hinter einem zweiten Portal lag ein Raum mit einem kreisrunden Tisch mit einem Loch, daneben eine Schmiede – und dort ein völlig verstaubter Thorgrim, der sie nicht wahrnahm und mit einem Erdzauber Gestein aus der Wand brach.

Es war ein Tempel Kashroks, ähnlich Thorgrims und Ralfs Tempel in Abshaanbir; im Loch des Altars sollte eine Opferflamme brennen. Die Werkzeuge in der Schmiede waren Hunderte Jahre alt. Thanos versuchte vergeblich, die göttliche Flamme zu entzünden. Erst auf Gerins Gebet hin entstand am Altar eine Flamme, die ihm ein Zeichen in Richtung Ausgang gab. Doch warum brach Thorgrim gierig Rubine aus der Wand? Das passte nicht zu Kashrok. Da ihm keine unmittelbare Gefahr zu drohen schien, ließen sie ihn vorerst dort.

Die Magmahöhle

Felszahn erzählte, Bargol trinke eigentlich gar nicht; zudem gebe es hier zwergische Runen, und der Durchbruch zum Tempel sei erst kürzlich entstanden. Was war hier erweckt worden? Der warme Gang wurde immer heißer, aus dem Boden grollte es, und eine fluchende Stimme war zu hören. Gerin, der Hitze nach eigener Aussage gut verträgt, ging voraus und fand eine Höhle mit offenem Magma: Ein Zwerg in schlechtem Zustand ging dort über die Lava, die unter seinen Füßen fest zu werden schien, und schuf gerade einen neuen Gang. Gerin brachte einige Rubine und eine völlig abgegriffene Spitzhacke von einer leblosen Gestalt mit; ein Gespräch mit dem Zwerg führte zu nichts, obwohl Gerin Kashrok erwähnte.

Die Verteidigung des Tempels

Ständige Erdbeben verschoben die Gänge, und Gerin und Felszahn mussten den Weg zum Tempel erst freiräumen. Diesmal brannte im Heiligtum eine deutlich stärkere Flamme, und auch die Schmiede war in Betrieb. Thorgrim wirkte verwirrt, fast hilflos: Er bereitete einen Schmiedevorgang vor, fing aber nicht an. In der Esse lag ein rötliches Metall. Gerin half ihm, und Felszahn und Thanos warfen Rubine in Kashroks Flamme, die daraufhin deutlich größer wurde – „eine ziemlich teure Fackel“, wie Thanos anmerkte.

Die Beben wurden stärker, Risse zogen durch die Wand. Der Zwerg aus der Tiefe arbeitete sich entlang der Rubinader zu ihnen vor; bei jedem Zauber verschwanden Rubine aus seiner Rüstung, und sein Ring mit den bunten Steinen leuchtete schwächer. Ionis rief einen zweiten Götterdiener, und die Gruppe stellte sich auf. Je besser Thorgrims Schmieden lief, desto mehr kam er zu sich – doch der Zwerg brach vorher durch und war drauf und dran, den ganzen Tempel zu zerlegen. Thanos brachte ihn immer wieder zum Verstummen, Gerin setzte ihm zu, und im Hintergrund schmiedete Thorgrim an seinem Hammer. Einen Feuerball konnte der Zwerg noch wirken, dann griff auch Thorgrim mit dem neuen Hammer ein. Fast besiegt, sprach der Zwerg ein Stoßgebet und erstarrte zu Stein.

Grumbar und die Basaltwut

Ein lauter Knall – und Thorgrim war wieder bei sich, wenn auch verwirrt und mit Erinnerungslücken. Laut Ionis war die Magie des Zwergs göttlich gewesen, und von ihr ging ein gewisser Frieden aus. Seine Rüstung wies ihn als „Hüter von Fels und Flamme“ aus, einen hohen Rang im Furbrom-Orden des Gottes Furbrom. Eigentlich ziehen diese nicht durchs Land, und dass einer von ihnen einen Kashrok-Tempel zerlegen wollte, ergab keinen Sinn.

An seinem Gürtel hing ein Buch mit aufgebrochenem Siegel: das Tagebuch von Grumbar Erdbrecher. Er hatte in einer alten Zwergensiedlung tief unter Rubinkern nach Obsidiantafeln gesucht, war aber immer besessener von Rubinen geworden, bis seine Einträge nur noch schrien: „RUBINE! ÜBERALL RUBINE!“ Im Tempel war plötzlich ein Fragment einer Tafel aufgetaucht.

Langsam fiel die Versteinerung von Grumbar ab. Er erwachte, erinnerte sich schlecht – und verschwieg wohl manches. Sie seien der „Basaltwut“ verfallen, sagte er. Geheilt wird sie durch Handwerk, wie es vor rund 800 Jahren der geächtete Zwerg Balrim Basaltblick herausgefunden hatte: durch schöpferische Arbeit an einem heiligen Feuer. Balrim beseelt zugleich Thorgrims neu geschmiedeten Hammer. So bekamen die Gefährten auch Bargol zumindest halbwegs wieder klar und kehrten ans Tageslicht zurück. Grumbar versiegelte den Eingang, und zurück an der Oberfläche wollte er nach Korobrom zurückkehren.

Belohnungen
  • Thorgrims neu geschmiedeter Hammer
  • Rubine aus der Magmahöhle und aus Grumbars Rüstung
  • Eine völlig abgegriffene Spitzhacke aus der Magmahöhle
  • Bücher aus der alten Bibliothek: zwei Romane (Gerin), ein religiöses Buch und ein Gelehrtenbuch (Thanos)
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