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Lorakis-Chronik
Szene aus „Die Rettung der Termark“
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Abenteuer 19

Die Rettung der Termark

Ein Brief des Orakels rief die Gruppe nach Ioria; die rätselhafte Prophezeiung führte sie zum Seevolk der Afali und in die verwüstete Termark, wo sie zwischen dem Windweiser-Clan und der Stadt Trisna vermittelten. Von der Passfestung Orkenblick aus entdeckten sie ein Orkheer von 2.500 bis 3.000 Kriegern. In den Stollen der Orks ließ Thorgrim die Gänge einstürzen und galt als tot – bis er am nächsten Morgen lebend auf dem Flaggschiff auftauchte.

Schlüsselmomente

  1. 1

    Der Brief des Orakels

    Abshaanbir

    Quamal übergab einen Brief mit Berglöwe und Schildkröte: Das Orakel von Ioria rief die Gruppe zu sich und stellte ihr ein schnelles Schiff.

  2. 2

    Die Prophezeiung

    Orakel von Ioria

    Nach langem Warten übermittelte Bruder Kairo eine sehr uneindeutige Prophezeiung für die Gruppe.

  3. 3

    Bei Dagda

    Wellenburg

    In der Schiffsstadt erfuhren die Gefährten von einer neuen Prophezeiung, die das Exil der Afali beenden sollte, und von Dagdas Angst vor einem Bürgerkrieg.

  4. 4

    Unterhändler in Trisna

    Trisna

    Nach einem Ballistaschuss zur „Begrüßung“ der Windweiser vermittelte die Gruppe zwischen den Afali und dem Rat der freien Händler.

  5. 5

    Das Fernrohr von Orkenblick

    Orkenblick

    Durch ein magisches Fernrohr der verlassenen Passfestung entdeckte Thanos ein riesiges Orklager.

  6. 6

    Thorgrims Opfer

    Nachtwall

    In den Stollen der Orks schlug der leuchtende Thorgrim auf den Boden und brachte die Gänge zum Einsturz, während die anderen flohen.

  7. 7

    Thorgrim lebt

    Trisna

    Am Morgen nach der Trauerfeier stand Thorgrim schwer mitgenommen, aber lebendig auf dem Flaggschiff.

Zurück in Abshaanbir

Wieder in Abshaanbir, endlich zurück in der Zivilisation, erholte sich die Gruppe erst einmal. Thanos hörte sich um: Alles war wie gehabt, und aus Fedir gab es zum Glück keine Neuigkeiten über die Gefährten. Ungewöhnlich war dagegen, dass ein Schiff des Weißen Ordens vom Orakel von Ioria hier angelegt hatte. Als sie nach einigen Tagen bei Quamal vorsprachen, um die Rubine zu verkaufen, schien sein Diener sie bereits zu erwarten.

Quamal hielt einen Brief mit Berglöwe und Schildkröte bereit, den Insignien Iorias und des Orakels: Das Orakel bat die Gruppe, so schnell wie möglich nach Ioria zu kommen – eine große Ehre. Auch Quamal hatte einen Brief erhalten, über dessen Inhalt er schwieg; er unterstützte sie aber mit einem Schiff, mehr, als Thanos erwartet hätte. Thorgrim sah nach seinem Tempel, mit dem es schon vorangegangen war, und Gerin ließ ein Amboss-Symbol auf seiner Rüstung anbringen – er rückte Kashrok immer näher.

Am nächsten Tag wartete die „Wellensultan“ auf sie, ein schnell aussehendes Schiff, das selbst Gerin halbwegs akzeptabel fand. Kapitän Rami el Frei machte einen guten Eindruck und rechnete mit fünf bis sechs Tagen ohne Probleme.

Überfahrt nach Ioria

Nahe den Flüsterwindinseln kreuzte die ganze Flotte der Windweiser ihren Weg, mehr als 50 Schiffe der Afali – für Thanos ein Volk von Halsabschneidern und Betrügern, das sich zu lange gegen die Macht der mertalischen Städte gewehrt hatte. Die Flotte schien aus Ioria zu kommen und fuhr nach Westen. Am sechsten Tag kam Ioria in Sicht. Wieder kam die Gruppe im Ordenshaus des Nuumer Ordens unter, bei Helene, ihrer ehemaligen Schutzherrin.

Beim Orakel

Die Weißen Wächter waren wenig hilfsbereit, also stieg die Gruppe selbst über die Himmelstreppe auf, vorbei am Tempel der Mur, der Titanin der Felsen, und an der langen Warteschlange, die für sie natürlich nicht galt, bis zum Tempel des Orakels am Ende des Plateaus. Er war wahrhaft beeindruckend: ein uraltes Heiligtum, dessen Geschichte lange vor dem Mondfall begann, schon zur Zeit der Drachlinge.

Gut organisiert war dort allerdings nicht alles. Nach drei Stunden wurden die Gefährten abgeholt, nach zwei weiteren kam endlich der zuständige Bruder Kairo. Das Orakel hatte eine Prophezeiung für sie, doch sie war sehr uneindeutig. Um welches Problem ging es überhaupt – um die Elementare oder um die Gegenstände Esmarins? Und kam als „Ursprung“ vielleicht der Mertalische Städtebund in Frage, oder Patalis?

Nachforschungen in Ioria

Am nächsten Tag teilte sich die Gruppe auf. Thanos bat Helene um Hilfe bei Einkäufen, bei der Suche nach jemandem, der bei Pakten mit Feenwesen helfen kann, und bei der Prophezeiung, und suchte dann in der Innenstadt einen Tempel des Eugos auf, einen wahren Tempel des Wissens. Ein Priester half ihm weiter: Vor 50 Jahren hatte die Königin der Termark eine Weissagung erhalten, woraufhin ihre Tochter, Prinzessin Afalia, mit rund 3.000 Leuten aufs Meer zog – die Afali. Danach wurde die Termark von Orks überrannt, geplündert und geschändet. Die Königin herrschte noch 30 Jahre über die Reste des Landes. Seither warten die Afali auf eine Weissagung zur Rückkehr und kommen jedes Jahr zum Orakel; vermutlich waren sie gerade dort gewesen.

Gerin und Thorgrim fragten im Tempel des Furbrom nach einem Ausweg aus Gerins Pakt. Ohne göttliches Eingreifen sei das sehr schwierig, auch ein Bannmagier könne kaum helfen; immerhin erhielten sie einige Kontakte. Am Abend berichtete Helene, die Afali seien überraschend schnell abgefahren, und der Professor Jaro vermutete, sie würden eine Clanversammlung einberufen, wohl in Wellenburg auf den Flüsterwindinseln. Afali und Termarker, hörten die Gefährten noch, sind einander nicht mehr eng verbunden: Die Termarker nehmen den Afali bis heute übel, dass sie fortgezogen sind.

Wellenburg

Nach einigen Tagen erreichten sie Wellenburg: eine Stadt aus mehr als 400 aneinandergebundenen Schiffen in unterschiedlichen Farben, vielleicht denen der Clans, mit einem Leuchtturm in der Mitte und einem Kern, der eher dauerhaft wirkte. Von den Windweisern lagen nur fünf Schiffe da, nicht die 40, die sie gesehen hatten. Das Schiff der Windsucher, an dem sie anlegten, war freundlich, warnte sie aber, dass nicht alle Afali Fremden so wohlgesonnen seien. Eine große Versammlung tagte hinter verschlossenen Türen, wohl um jemanden Neues zu wählen; die Windweiser selbst waren in der Nacht zuvor aufgebrochen. Thorgrim fielen zwei Schiffe auf, angeblich Vorratsschiffe, die von schwer gerüsteten Alben bewacht wurden.

Ein Offizier der verbliebenen Windweiser verwies die Gruppe an Dagda, die Hüterin, die mit Ilia, der Meisterin der Wogen, den Clan anführt. Weil Nuumer hier nicht gut angesehen sind – zu Unrecht, wie Thanos fand, bei Piraten aber nicht anders zu erwarten –, trat er von nun an als Erbgraf Victorius von Verpali auf. Dank ihrer, wie Thanos es nannte, natürlichen Autorität sprachen sie Dagda kurz nach der Sitzung.

Auf ihrem Schiff erklärte Dagda, es gehe wohl nicht um die alte, sondern um eine neue Prophezeiung: In diesem Jahr hätten die Afali eine Weissagung erhalten, die ihr Exil beenden solle. Sie selbst war skeptisch. Die Windweiser waren bereits in die Termark aufgebrochen, und Dagda fürchtete, dass sie dort schlecht aufgenommen würden und es zu einem Bürgerkrieg käme – erst recht, falls die Prophezeiung eine Fälschung war.

Mit den Windweisern nach Trisna

Die Gruppe beschloss, mit dem Clan nach Trisna zu fahren, eine ganze Woche lang; ihr eigenes Schiff folgte. Unterwegs hörten sie, dass die Prinzessin vor recht kurzer Zeit einem Attentat zum Opfer gefallen war, vermutlich durch Leute aus der Termark. Die Schädelkorsaren ließen sie in Ruhe, auch wenn Gerin sich das wohl anders gewünscht hätte. Dann kam die Küste der Termark in Sicht: ein verwüstetes Land, in dem kaum noch etwas zu leben und zu funktionieren schien.

Trisna

Trisna hatte sich nie von der Orkinvasion erholt. Die Windweiser waren noch nicht an Land gegangen, denn die Termarker hatten sie mit einem Ballistaschuss „willkommen geheißen“, und Dagda und Ilia stritten über das beste Vorgehen. Die Gruppe bot sich als Unterhändler an. Von vielleicht 30.000 bis 40.000 Einwohnern war nur ein Bruchteil geblieben, kaum ein Sechstel der Stadt war notdürftig wieder aufgebaut. Einer der Hafenstege sah aus, als hätte ein Drache hineingebissen.

Eine Gruppe Halbstarker empfahl den Gefährten Sima vom herrschenden Rat der freien Händler – nach Thanos’ Vermutung eher ein Rat der Schmuggler und Diebe. Sima hielt sehr wenig von den Afali und sah keine akute Bedrohung; nur einige Fischer hätten seltsame Meerestiere gesichtet. In der Spelunke erfuhren die Gefährten, dass die Stadt in Einflusssphären aufgeteilt ist und der Hafen als halbwegs neutral gilt. Ihre Haupttheorie blieb, dass die alte Prophezeiung falsch gewesen sei und sie bei der Völkerverständigung helfen könnten – nötig, um das „Grauen“ abzuwenden. Die Windweiser hörten ihren Bericht interessiert an. Für sie waren Orks die einzige Bedrohung, die das ganze Volk treffen konnte, und sie baten die Gruppe, die alte Passfestung Orkenblick zu erkunden.

Zur Passfestung Orkenblick

Die Festung im Nachtwall lag fünf bis sechs Tage entfernt. Thorgrim führte die Gruppe kenntnisreich über steile Wege, auf denen keine Armee einfach durchkam. In der dritten Nacht hörten sie, wie sich etwas Großes in den Bergen bewegte, und stießen auf zwei Orks, die sofort flohen. Gerin erschlug einen, der andere sprang eine Schlucht hinunter. Ein Feuer machten sie danach nicht mehr.

Thorgrim begann seltsam zu träumen: Er war tief unter der Erde, aber als jemand anderes, und andere kamen, vielleicht um ihn zu jagen. Ein zweiter Traum zeigte neue Stollen, roch nach Asche und Schweiß. Ausgerechnet, als sich die Gefährten mit umgebauter Laterne einem Fackelschein näherten, den Ionis entdeckt hatte, wollte Thorgrim davon erzählen – da entdeckten die Orkspäher die Gruppe. Im Kampf gegen gut zehn Orks funktionierte Thanos’ neuer Zauber zu seiner angenehmen Überraschung hervorragend. Neun Orks fielen, einen nahmen sie gefangen, doch er schwieg und wurde getötet. Laut Thorgrim kamen die Orks eher von unten – also doch ein Tunnel?

Im Morgengrauen erreichten sie die seit Jahrzehnten verlassene Feste, nicht zerstört, aber sehr vernachlässigt. Auf dem höchsten, fensterlosen Turm stand ein Fernrohr, durch das man nichts sah – bis Thanos etwas magische Kraft hineinfließen ließ. Das Artefakt zeigte die Ebene erstaunlich klar, und dort lag es: ein riesiges Orklager. Gerin schätzte das Heer auf 2.500 bis 3.000 Krieger. Thorgrim träumte erneut, von einem Tal und einem Licht, das auf ihn zukam und immer größer wurde.

Die Warnung

Mit dem Schlüssel kehrte die Gruppe nach Trisna zurück. Sima glaubte ihr, fürchtete aber, dass der Rat schwerer zu überzeugen und die Zusammenarbeit mit den Afali schwierig sein würde. Gerin erzählte, beim Hinausgehen durch die Tür habe er gespürt, wie das Feuerelementar auf ihn aufmerksam wurde; auch Thorgrim fiel es schwerer, ihn zu segnen. Gerin erklärte, er werde dem Elementar keinesfalls helfen und dann eben den Preis zahlen. Tapfere Worte – doch Ionis merkte zu Recht an, dass sich erst im entscheidenden Augenblick zeigen werde, wie es laufe.

Dagda und Ilia waren erschüttert. Sie verfügten über 400 bis 500 Kampffähige, die Orks waren weit in der Überzahl; es brauchte einen klugen Schlachtplan. In der Nacht träumte Thorgrim wieder, noch tiefer in den Tunneln: Dort lauerte etwas anderes als Orks, etwas Großes und Böses. Dann wurde alles hell, und etwas heulte auf. Es sei die Aufgabe der Gruppe, sich diesem Wesen zu stellen. Dagda erklärte sich bereit, für die Verhandlungen mit nach Trisna zu kommen, und die Afali schickten ein Boot zu den übrigen Wellenreiterclans, um Hilfe zu holen – was wohl zu lange dauern würde.

In den Stollen

Die Ratsversammlung sollte in zwei bis drei Tagen zusammentreten, Zeit genug für die Ausläufer des Gebirges. Auf dem Weg nach Orkenblick hatten sie Dutzende Minen gesehen – vielleicht hatten sich die Orks dorthin durchgegraben. Nach einer endlich wieder erholsamen Nacht führte Thorgrim die Gruppe mit großer Sicherheit in einen alten Stollen. Sie fanden einen neuen, engen Durchbruch und eine Ader eines blauen Metalls, das Thorgrim nicht kannte. Als er einen Zauber wirkte, leuchtete es kurz auf, und er nahm etwas davon mit; das Metall schien sehr empfänglich für Magie. Immer mehr Abzweigungen und Erzadern folgten.

In einer kleinen Höhle stellte Gerin einen Ork, der eher wie ein Bergarbeiter aussah und selbst Tunnel grub. Mehrere Gänge als Ausweichrouten, um das Heer durchzubringen – die Orks gingen strategischer vor, als Thanos gedacht hatte.

Thorgrims Opfer

Dann kamen mehrere Orks näher, einer gab Befehle. In einem größeren Raum standen der Gruppe etwa ein Dutzend Späher, sechs Krieger, ein gewaltiger, magisch gestärkter Krieger mit drei Augen und eine mysteriöse Gestalt im Hintergrund gegenüber. Gerin stürmte wie üblich unbeirrt durch und streckte den Schamanen nieder; Thanos’ Blitze schienen mit dem Metall zu wechselwirken. Thorgrim begann leicht zu leuchten, irgendwo schrie ein Monster.

Als zwei Berserker aus dem Gang brachen, lief Thorgrim plötzlich in die Mitte des Raumes, ließ Ionis und Thanos zurück und führte einen mächtigen Streich gegen „3 Auge“. Immer heller leuchtend, schlug er auf den Boden. Ein gewaltiger Widerhall, Risse breiteten sich aus, die ganze Höhle wurde instabil. Thorgrim brüllte, sie stürze ein, sie müssten verschwinden.

Die anderen lösten sich aus dem Kampf und flohen – ohne ihn. Hinter ihnen brach ein heftiges Erdbeben los; viele, wenn nicht alle Gänge stürzten ein. Thorgrim hatte Unglaubliches vollbracht, zu einem hohen Preis. Sie dankten Kashrok und beteten für ihn, rasteten und warteten, auch wenn Gerin es nicht wahrhaben wollte. Thorgrim kam nicht. Schweren Herzens kehrten sie nach Trisna zurück.

Rückkehr nach Trisna

In Trisna lag eines der Flaggschiffe im Hafen, wohl ein gutes Zeichen. Die Gruppe berichtete der laufenden Versammlung und pries Thorgrims Heldentat. Die meisten waren dankbar, einige meinten aber, ohne Gefahr müsse man sich auch nicht verbünden. Thanos versuchte, die Wogen zu glätten, und betonte mit Gerin, dass das Orkheer nicht gebannt sei. Die Windweiser wollten zusammenarbeiten, doch in Trisna war jeder auf seinen Vorteil bedacht – etwa eine schwer durchschaubare alte Alchemistin und ein gewisser Stefan der Ghulmeister. Am Abend stieß Ionis wieder zu ihnen und berichtete, dass es unter Trisna noch eine recht große Stadt gibt: Viele hatten sich in den letzten Jahren in die Katakomben zurückgezogen. In einer Taverne tranken sie auf Thorgrim.

Am nächsten Morgen ging Thanos auf dem Flaggschiff zum Bug – und traute seinen Augen nicht: Thorgrim lebte! Sehr mitgenommen, aber am Leben. „Preiset Kashrok. Und Nuum.“ Thorgrim erzählte, er habe erlebt, wie alles in sich zusammenfiel, und das Gefühl gehabt, am richtigen Platz zu sein. Danach war nur noch Dunkelheit, bis er draußen auf einem Feld erwachte. Während er sich ausruhte, arbeitete Thanos weiter an der Völkerverständigung – und es stellten sich tatsächlich einige Fortschritte ein.

Belohnungen
  • Eine Probe des unbekannten blauen Metalls aus den Orkstollen (Thorgrim)
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