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Lorakis-Chronik
Szene aus „Im Aristoball-Krater“
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Abenteuer 12

Im Aristoball-Krater

Vom Falken erfuhr die Gruppe, dass Veliran Tryp zum gefürchteten Aristoball-Krater wollte. Verstärkt durch eine Ordenstruppe unter der Magierin Kairi zog sie durch Dschungel und Hochgebirge, gelangte durch eine Höhle in den Krater und stellte Tryp in der Kuppel einer Ruinenstadt, wo er an Rubingorillas experimentierte. Gerin schlug Tryp nieder, Thorgrim warf – Träumen von Kashrok folgend – den Smaragd in den magischen Abgrund, und die Stadt stürzte ein; Pakuki und Vassili starben, und Thanos brachte die Gruppe mit hoher Magie zurück nach Siprangu.

Schlüsselmomente

  1. 1

    Die Ordenstruppe

    Dikango

    Mit Irnas Schiff traf die Magierin Kairi mit einer Ordenstruppe ein: Das Problem Veliran Tryp sollte endgültig gelöst werden.

  2. 2

    Bei den Waldbewohnern

    Affendschungel

    Freundliche Waldbewohner nahmen die Gruppe auf und gaben ihr den jungen Tau als Führer bis an die Berge mit.

  3. 3

    Der Weg in den Krater

    Aristoball-Krater

    Nach einem Erdbeben, das Thorgrim für ein Zeichen Kashroks hielt, führte er die Gruppe durch eine Höhle hinab in den riesigen Dschungelkessel.

  4. 4

    Die Rubingorillas

    Aristoball-Krater

    Riesige rote Gorillas griffen aus dem Nichts an und kämpften viel zu klug für Affen; Pakuki kam dabei ums Leben.

  5. 5

    Der Kampf in der Kuppel

    Aristoball-Krater

    Gerin schlug Veliran Tryp mit „Kashroks Faust“ nieder, Thorgrim warf den Smaragd in den magischen Abgrund, und die Ruinenstadt stürzte ein.

Der Falke und Elmar Hufmeister

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe den Falken in Dikango. Er war ziemlich mitgenommen und tatsächlich mit Veliran Tryp unterwegs gewesen. Veliran wollte zum Aristoball-Krater, gut zwei Wochen entfernt und berüchtigt für seine Wesen und Schätze. Unterwegs hatte er versucht, den Falken zu töten – womöglich mit Steinwesen. Was er dort wollte, blieb unklar. Mehr wisse Elmar „Glückspilz“ Hufmeister, ein Geschichtenerzähler.

Elmar, der sich tagsüber bei den Schlangenfischern aufhielt und erblindet schien, erzählte: Der Krater sei sehr alt, von schneebedeckten Gipfeln umringt und sehr gefährlich; in ihm liege eine uralte Ruinenstadt, bewohnt von Rubingorillas, und die Puntani, Eingeborene der Gegend, böten sich als Führer an. Thanos hätte Veliran zwar gern aufgehalten – aber dafür durch den Dschungel und über hohe Berge? Nicht so attraktiv.

Kairi und die Ordenstruppe

Da kam Irna früher als erwartet zurück, und mit ihr einige Gäste, die gar nicht ins Bild passten. Eine Frau in purpurner Robe winkte Thanos zu; sie kam ihm bekannt vor, doch er wusste nicht mehr, woher. Es war Kairi, eine Magierin des Nuumer Ordens, begleitet von einem unscheinbaren Halbalb und einem groben Bewacher mit Axt – alle Vestagari. Ihre Nachricht vom Orden: Das Problem Veliran Tryp solle endgültig gelöst werden, und sie seien ausgesandt, die Gruppe dabei zu unterstützen.

Die Gruppe nahm an und rüstete sich in Lyssandros Laden aus; 18 Lunare legte sie für den Orden aus. Mit ihr zogen der Dschungelkundige Pakuki aus Siprangu, Kairi, der sehr schweigsame Axtträger Vassili und der hagere Halbalb Varo, dessen Aufgabe unklar blieb. Thorgrim war irgendwie sauer, nicht der erste Gruppenführer zu sein.

Durch den Dschungel

Unterwegs kam Thanos der Gedanke, wie wenig er über Kairi wusste – hoffentlich arbeitete sie nicht für Veliran. Sie erklärte ihm, Veliran sei einer der oberen Führer des Ordens gewesen und habe dort vielleicht noch immer Unterstützer; das Problem müsse schnell erledigt werden. Das klang plausibel. Thorgrim redete derweil andauernd von Kashrok und schien die Gefährten bekehren zu wollen.

Am vierten Tag fand Thorgrim menschliche Spuren, und die Gruppe stieß auf ein kleines, rudimentäres Dorf, vielleicht der Puntani. Gerin fand Knochen; laut Thorgrim waren die letzten Humanoiden vor zwei bis drei Tagen hier gewesen. In der Nacht – ausgerechnet während der Wache von Thorgrim und Vassili, was Thanos maßlos ärgerte – überraschte ein Ungeheuer das Lager. Gerin war irgendwie schwächer als sonst, doch gemeinsam schlug man es zurück, und es verschwand im Wald.

Vier ruhige Tage später traten rund zwölf Humanoide aus dem Wald, die eher freundlich wirkten. In ihrem Dorf sprach eine Frau die Sprache der Gruppe: Noch fünf Tage bis zum Krater – „ist kein friedlicher Ort“. Hineinhelfen könne sie nicht, wohl aber einen Führer mitgeben. Ionis zeigte sich sehr flexibel und gewann viele Freunde, und als Führer wurde der Teenager Tau vorgestellt. Er führte sehr kompetent, bis das Land anstieg, häufiger Nebel aufzog und die Berge zu sehen waren: gigantisch, sehr hoch und sehr beängstigend.

Träume

Gerin berichtete von einem beängstigenden Traum: Er war dem Feuerwesen von der Insel begegnet, mit dem er einen Pakt geschlossen hatte, und es wollte etwas von ihm – was, war nicht klar. Auch Thorgrim hatte seltsam geträumt, wollte aber nicht recht sagen, wovon, was Thanos sehr befremdete. Ionis hatte (noch) keinen Traum. Beherrschungsmagie spürte Thanos nicht, war sich bei diesem Wesen aber nicht sicher. Alle misstrauten allen, ohne dass sich etwas Konkretes tun ließ. Thanos’ Wunsch: Am besten würden ihm alle einfach ohne Fragen folgen.

Der Aufstieg

Ohne wirklich gutes Ergebnis der Beratung begann der Aufstieg, und Tau verabschiedete sich. Thanos hoffte, dass Thorgrim sich wirklich in den Bergen auskannte – und dank ihm kam die Gruppe gut voran. Ionis sah nachts grüne Lichter am Himmel; Thanos erlegte beim Levitieren als leckeren Snack drei Hasen mit Blitzen. Ab der Hälfte, so Thorgrim, werde es heftig, und die Luft wurde immer dünner. Nun sah auch Thorgrim die Lichter, hatte dabei aber ein gutes Gefühl.

Bei einer gemeinsamen Nachtwache erzählte Thorgrim Thanos von seinem Traum. Er glaube, das Feuerwesen wolle nun seinen Handel einlösen; Kashrok habe im Traum etwas von ihm gefordert – was, verriet er nicht. Thanos solle ein besonderes Auge auf Ionis und Gerin werfen, und falls Thorgrim selbst Seltsames tue, dann für Kashrok. Das blieb sehr kryptisch; Thanos’ Fazit: Er konnte niemandem trauen.

Ein Eisfeld überquerte Ionis nur unter Schmerzen, und selbst Thanos war trotz Levitation sehr erschöpft. Gerin spürte nachts bei den grünen Lichtern leichte Erschütterungen, die Thorgrim im Traum Kashroks Schmiede zuschrieb. Der Proviant reichte noch für etwa 14 Tage, und nach einer Steilwand, zu hoch zum Levitieren, war am Abend klar: So ging es nicht weiter.

Der Weg in den Krater

In der Nacht erschütterte ein großes Erdbeben das Gebirge. Die Gruppe war verwirrt, doch Thorgrim hielt es für ein gutes Omen, wohl ein Zeichen Kashroks, und führte sie plötzlich sehr zuversichtlich abwärts. Nach zwei bis drei Stunden stieß sie auf einen seltsamen Geröllhaufen: den Eingang einer Höhle. Welche Alternative gab es? Im engen Gang stieß sich Thanos mehrmals den Kopf, doch es ging merklich bergab, und schließlich sahen die Gefährten wieder Tageslicht. Sie hatten es in den Krater geschafft – und dort war wieder Dschungel. Der Kessel maß über hundert Kilometer im Durchmesser; wer weiß, ob je Humanoide diese Welt betreten hatten. Die Gruppe dankte Kashrok für seine Hilfe.

Laut Ionis standen in der Mitte des Kraters Gebäude, und mangels besserer Ideen machte sich die Gruppe dorthin auf. Thorgrim war sehr zuversichtlich, den Riss im Berg wiederzufinden, und führte durch einen unberührten, ungewöhnlichen Dschungel.

Die Rubingorillas

Gerade als die Gruppe an einem schönen Platz rastete, tauchten aus dem Nichts drei sehr große, sehr rote Gorillas auf, zwei vor und einer hinter ihr. Die Rubingorillas griffen ohne Vorwarnung an und verhielten sich viel intelligenter, als man es von Affen erwarten würde. Nach einem überraschend schweren Kampf siegte die Gruppe – doch auch die Begleiter waren aus dem Nichts angegriffen worden. Varo sah recht mitgenommen aus, Pakuki war tot. Die Gruppe trauerte kurz um ihn und zog weiter.

Nachts hörte Gerin viele Affen, ausgerechnet in Richtung des Ziels. Von Veliran gab es keine Spur. Setzte er hier seine Experimente fort, mit den Affen als Versuchsobjekten? Das würde ihre Aggressivität erklären. Auch das Smaragdzepter wirkte irgendwie „aktiver“. Von einem Baum aus sah Gerin die Stadt: sehr groß und weitläufig, massive, überwucherte Steinbauten, im Zentrum eine halb zerfallene, noch immer sehr beeindruckende Kuppel. Gerin und Thorgrim wollten – für Thanos unverständlich – den direkten Weg nehmen, und nach einer Stunde zügigen Marsches erreichte die Gruppe die Ausläufer der Stadt.

Die Ruinenstadt

Auf einer Art Marktplatz stand eine stark beschädigte Truhe auf vier Beinen, vielleicht ein Golem; ringsum lagen Dinge verstreut, offenbar waren hier Erze transportiert worden – vielleicht für Golems? Die Zeichen hoher Magienutzung mehrten sich, Pflanzen waren verdorrt: Hier ging etwas Großes vor. Thanos musste mit dem Zaubern vorsichtig sein, während göttliche Magie kaum betroffen schien – die Priester Ionis und Thorgrim sollten keine Probleme haben, was Thanos ärgerte. Vor der Kuppel schickte die Gruppe Kairi zur Erkundung vor. Sie berichtete von einem großen Raum mit einem Loch, brennenden Feuern – und Veliran Tryp, der etwas Gefährliches tat.

Der Kampf in der Kuppel

Die Gruppe wappnete sich: Velirans Frevel sollte hier enden! Laut Thorgrim wurde der Smaragd immer schwerer und hatte zu leuchten begonnen. Die Kuppel wirkte fast wie ein Tor zu einer anderen Welt, enorme arkane Magie erfüllte die Halle. Etwa 200 Meter entfernt experimentierte Veliran an einem Gorilla. Thanos schickte Kairi auf die andere Seite, um ihm in den Rücken zu fallen.

Thorgrim ging irgendwie zu Boden, stand sofort wieder auf und sah sehr entschlossen aus – oder besessen? Da lachte Veliran wie verrückt: Aus allen Ecken tauchten Rubingorillas auf, verändert, teils mit steinerner Haut, einige sogar mit Flügeln. Gerin sprintete los. Thorgrim ließ seine Waffen fallen, sagte zu Thanos „Vertrau mir“ und schlug auf den Smaragdstab. Der Smaragd zerbrach nicht, wurde aber wieder leicht, und Thorgrim war völlig verwirrt.

Gerin kämpfte sich in einer wahnwitzigen Aktion bis zu Veliran durch und schlug ihn mit einem gewaltigen Hieb von „Kashroks Faust“ nieder – fantastisch! Die Affen zögerten, aus dem Loch sprühten Funken. Mit Hilfe der anderen, vor allem Gerins, kam Thorgrim mit dem Smaragd bis an den Abgrund, aus dem die Magie strömte, und warf ihn nach längeren Überlegungen hinein. Die ganze Kuppel bebte, die Affen brachen zusammen – leider auch Gerin. Die Gruppe schleppte sich hinaus, während überall Affen herabfielen; auch Vassili war tot. Hinter den Gefährten stürzte das Gebäude in einer gewaltigen Wolke ein.

Flucht aus dem Krater

Das Beben griff auf die ganze Stadt über, und Thanos spürte, dass weiterhin extrem große Mengen Magie frei wurden – vielleicht hatte Thorgrims Tat eine Kettenreaktion ausgelöst. Die Stadt brach zusammen. Da rief Ionis, er habe eine Tür gesehen, und tatsächlich fand die Gruppe dahinter ihren Raum wieder – was für eine Erleichterung.

Thanos fragte Thorgrim, was zur Hölle er da eigentlich gemacht habe. Thorgrim hatte nach eigener Aussage von Kashrok geträumt, dass er den Smaragd zerstören müsse, und zugleich gefürchtet, Gerin oder Ionis stünden unter dem Einfluss des Feuerwesens und würden es verhindern wollen. Warum er Thanos nicht eingeweiht hatte, blieb ein Rätsel – „so wenig Vertrauen …“.

Nach einigen Überlegungen entschied sich die Gruppe für Siprangu. Thanos wirkte hohe Magie, und tatsächlich kam sie in Siprangu heraus – großartig! Dann hieß es für alle erst einmal: entspannen.

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