Abenteuer 11
Der Kult der Schlange
Vor der Spiegelprinzessin überbrachte der Eugos-Priester Malkar der Gruppe eine Prophezeiung: Um den geflügelten Steinwesen zu begegnen, müsse sie die Reise von fünf Gefährten vollenden, die am „Tor der Hölle“ endete. In Dikango am Affendschungel sammelte die Gruppe die vier Teile der Schatzkarte jener Expedition, überstand den Verrat des Schlangenpriesters Serpentino und drang im Schlangental in eine Tempelpyramide vor, wo Gerin den Hohepriester Atlatus Orthario niederstreckte und die Gruppe ein uraltes Zepter mit kopfgroßem Smaragd erbeutete.
Schlüsselmomente
- 1
Die Prophezeiung
SpiegelpalastVor der Spiegelprinzessin verkündete Malkar, die Gruppe müsse die Reise der fünf Gefährten beenden, die am „Tor der Hölle“ endete.
- 2
Die vier Kartenteile
DikangoIn Taverne, Laden, Casino und sogar einem Grab trug die Gruppe die vier Teile der Schatzkarte der alten Expedition zusammen.
- 3
Serpentinos Verrat
AffendschungelAn einer ersten Pyramide entpuppte sich der Führer Serpentino als Verräter, der die Riesenschlange erwecken wollte; Thanos streckte ihn mit einem Blitz nieder.
- 4
Susuleima und Kong
SchlangentalIm Tal beobachtete die Schlangenfrau Susuleima die Gruppe aus dem See, und in einer Ruinenstadt hauste ein gigantischer Affe.
- 5
Das Smaragdzepter
SchlangentalTief in der Tempelpyramide streckte Gerin den Hohepriester Atlatus Orthario nieder und barg ein Zepter mit kopfgroßem Smaragd.
Malkar und die Spiegelprinzessin
Bei der Portalgilde in Siprangu traf Thanos den Eugos-Priester Malkar, eine große Schildkröte und Mitglied des Bewahrerordens des Orakels. Er habe einen Auftrag für die Gruppe, sagte er geheimnisvoll, und auch Thanos sei in Gefahr. Thanos kam vorerst im Spiegelpalast unter – ein nettes Upgrade –, während es bei der Portalgilde offenbar einen Angriff von Leuten gab, die ihn suchten. Gerin und die Gefährten stießen wieder zu ihm, leider ohne den Varg Isaker, der Thanos noch etwas schuldete, und erzählten eine ziemlich verrückte Geschichte über ein Feuerelementar.
Überraschend wurde die Gruppe zur Audienz bei der Spiegelprinzessin geholt, um die sich viele Mythen ranken: Sie soll Wünsche erfüllen können, gegen Gegenleistungen. Thanos spürte ein Wesen von sehr großer Macht, das sich aber nicht bedrohlich anfühlte. Malkar verkündete eine Prophezeiung:
Um der dunklen Bedrohung durch die geflügelten Steinwesen begegnen zu können, benötigt ihr die Hilfe der Götter. Doch ihr Geschenk befindet sich verschlossen an einem Ort voller Gefahren. Ihr müsst die Reise der fünf Gefährten beenden, deren Reise am Tor der Hölle selbst endete. Doch seht euch vor. Ihr werdet nicht die einzigen sein, die nach den Geschenken der Götter trachten.
Auf Thanos’ Frage antwortete die Spiegelprinzessin nur:
Auch wenn ich es nicht gerne sage: Das Tor zur Hölle ist meist nicht sonderlich weit.
Thanos wünschte sich, Oberhaupt des Nuumer Ordens zu werden. Das vermochte sie nicht, doch sie könne ihm „einige Türen öffnen“ und wolle ihm gegebenenfalls ein Angebot unterbreiten.
Nachforschungen in Siprangu
Während Thorgrim schmiedete, recherchierte Thanos. Schon vor 30 bis 40 Jahren hatten Leute nach dem „Tor der Hölle“ gefragt, darunter ein Varg und eine Gnomin, und auch ihnen sei es um eine Prophezeiung gegangen. Ein Reisebericht erzählte vom Affendschungel mit seinen gefährlichen, entwickelten Affen, Ruinen und Schätzen und von einer Stadt, die als Tor zur Hölle bekannt ist. Thanos witterte die Chance auf viel Einfluss im Orden und bei den Priestern des Eugos.
Nur eine Kapitänin fuhr dorthin: die kalte Irna mit ihrer heruntergekommenen „Feenkönigin“. Dass Irna etwas umnachtet wirkte, half Thanos nicht dabei, seine Gefährten zu überzeugen; sein Fazit: Außerhalb des Ordens herrscht leider keine Ordnung. Schließlich buchte er eine Passage nach Dikango, 10 bis 11 Seetage entfernt.
Überfahrt und Dikango
Die Matrosen erzählten von den Gefahren des Dschungels und von einer einstigen Hochkultur, den „azuranen Riesen“. Vor etwa 30 Tagen hatten sie einen Alb transportiert – offenbar Veliran Tryp.
Dikango war ziemlich heruntergekommen, immerhin gab es ein Casino. Die Gruppe hörte sich um: in der Taverne „Zum grinsenden Affen“ in einem halb gesunkenen Schiff, bei Lyssandro in der „Seemannskiste“ und beim Kartenspiel im Casino „Weringsheim“, wo auch die Albin Uria Himmelsblau spielte. Es gab einen Kult der Schlange mit eigenem Tempel, der gegen die Rückkehr einer Riesenschlange arbeitet und Führer für den Dschungel stellt; mit einem solchen Führer war Tryp verschwunden. Und es gab eine Schatzkarte in vier Teilen, von einer Expedition aus fünf Gefährten – ganz wie in der Prophezeiung:
- Graugrimm, ein Varg, hatte seinen Teil bei Lyssandro verkauft und war seit einer erneuten Expedition verschollen; Thorgrim kopierte den Teil auf Stein.
- Die Gnomin Himmi war vor etwa zehn Jahren in einer Falle an ihrem eigenen Haus gestorben; ihr Teil gelangte in den Besitz der Gruppe.
- Uterich, ein Mensch, war später dem Schlangenorden beigetreten und gestorben; seinen Teil erhielt die Gruppe über den Priester Serpentino.
- Erle war an der Rattenpest gestorben; sein magisch geschützter Teil wurde aus dem Grab geborgen.
- Das fünfte Mitglied blieb unbekannt, vielleicht ein Gnom.
Der Schlangentempel und Serpentinos Verrat
Im Schlangentempel zeigte sich der Oberpriester Atlatus Orthario hilfsbereit: Die Schlange sei zuletzt vor 300 Jahren erweckt und nur durch ein großes Ritual wieder gebannt worden, laut dem älteren Priester Serpentino mit einer mächtigen Waffe in Form eines Edelsteins. Die alte Expedition habe den Ort wohl gefunden, das Objekt aber nicht bergen können. Serpentino bot sich als Führer an, und nach vier Tagen – Vorsicht vor gelb-roten Schlangen! – erreichte die Gruppe eine erste Pyramide.
Dort zeigte Serpentino sein wahres Gesicht: Er wollte mithilfe der Karte die Schlange wieder erwecken. Thanos warf sich vor, zu sehr vom Aufstieg im Orden geträumt zu haben – „Was ein Bastard. Man kann wirklich niemandem trauen.“ – und streckte den Verräter mit einem Blitz nieder: „Brenne in der Hölle!“ Bei Serpentino fand sich eine Kopie der Karte mit zusätzlichen Eintragungen.
Durch das Schlangental
Thorgrim führte erstaunlich zielsicher zum Eingang des großen Tals, des Schlangentals. Dank des Artefakts aus dem Leuchtturm kam die Gruppe mit einem Eisschiff gut voran; nur eine zweiköpfige Krake mussten Gerin und Thanos ausschalten. Thanos ging der Dschungel zunehmend auf die Nerven: alles giftig und gefährlich.
Die Gefährten fanden die kopflose Leiche Graugrimms („GRRM“) und einen in den Stein geritzten Pfeil. Von einem Holzturm aus sahen sie eine große Schlangenfrau im See und in der Ferne einen gigantischen Affen in einer Ruinenstadt. Viele Schlangen begleiteten das Eisboot, aber nicht unfreundlich, und eine Statue zeigte einen herrischen Menschen inmitten von Schlangen. Die nächste Pyramide bewachten Schlangen mit Krokodilskopf; drinnen lagen nur Knochen, aber auch eine Karte mit einer dritten Pyramide und einem Portal am anderen Ende des Tals, hinter der Affenstadt.
Dann zeigte sich die Schlangenfrau ganz nah: Susuleima, die Hohepriesterin. Die Affen sollen ihre Brut fressen – nach Thanos’ Meinung gute Affen. Gerin und Thorgrim dagegen trauten ihr irgendwie. Der Boden bebte grundlos, und am Talrand weckte Ionis Thanos nachts: Am Himmel standen grüne Runen, die eine Warnung zu enthalten schienen. Immer mehr Affen tauchten auf; Thorgrim fand eine Leiche, der zwei Körperteile mit roher Gewalt abgerissen worden waren – vielleicht Tryps Führer. Die Erdbeben wurden stärker. Schließlich blieben die Affen zurück, Schlangen und fleischfressende Pflanzen kehrten wieder: Die Pyramide war nah.
Die Tempelpyramide
Drei Steinschlangen wanden sich um die kleine Pyramide, und über einen Graben führten sechs Seile, von denen die roten sicher waren. Oben zog Gerin an einer Kette – natürlich eine Falle, die Thanos übel verletzte, sehr zu dessen Ärger. Jemand war erst vor Kurzem hier gewesen.
Im ovalen Raum dahinter gab es sieben vergitterte Ausgänge und einen Hebel mit acht Richtungen. Das Deckengemälde zeigte den herrischen Menschen mit einem Smaragdzepter in der Linken, die Rechte zeigte vier Finger. „Rechts 4“ brachte Thorgrim einen Stein auf den Kopf, „links 4“ eine Treppe in eine Knochenkammer, „links 1“ nur Schlangen; „rechts 2“, mit dem Zeichen einer abgehackten Hand, führte endlich hinab. Über einen Hindernisparcours und eine Symbolbrücke, wie die Gruppe sie schon kannte, ging es in eine Schatzkammer voller Fallen und dahinter in einen versteckten Raum mit Goldmünzen und einer erst wenige Stunden alten Leiche.
Gerin stürmte weiter, mitten in einen Raum mit toten Kultisten und erstarrten Schlangenkrokodilen. Thanos sagte Thorgrim, dass es so nicht weitergehen könne: Gerin gefährde mit seinem rücksichtslosen Vorgehen nicht nur sich selbst. Gerin vernichtete einen Kultisten, zwei weitere überredete Thanos zur Aufgabe, und sie flohen.
Der Hohepriester und das Zepter
Im letzten Raum stand ein Kultist mit einem gigantischen Smaragdstab, umgeben von vier Schlangenkrokodilen mit Donnerkeulen und Bögen, der Boden voller Schlangen, in der Mitte ein offener Sarkophag: der Hohepriester Atlatus Orthario. Gerin sprang mit einem gewaltigen Satz zu ihm und streckte ihn mit einem gewaltigen Streich nieder.
Das Zepter fiel zu Boden und löste eine Erschütterung aus – offenbar die Quelle der Erdbeben. Säure tropfte von der Decke. Gerin hob das Zepter mit dem kopfgroßen Smaragd auf, Ionis gab Thanos das Signal, die Decke per Blitz einzureißen, und während Gerin heraussprang, flutete stark ätzende Säure den Raum. Thanos erkannte ein sehr altes, sehr mächtiges Artefakt, eher nicht von den Drachlingen, vielleicht von den azuranen Riesen; Thorgrim schätzte allein den Stein auf 5 bis 10 Solare.
Rückweg nach Dikango
Schlangen folgten der Gruppe in respektvollem Abstand, offenbar vom Smaragd beeinflusst, und durch die Bäume sah sie Kong, einen schon sehr großen Affen, der ihr folgte; sie hütete sich, ihn zu provozieren. Am Wasser baute Thanos wieder ein Eisboot. Mit Ionis und Thorgrim untersuchte er das Zepter: Die beiden Priester spürten darin etwas Göttliches, und Thanos fand seltsame Beherrschungs- und Schicksalsmagie, wahrscheinlich aus der Zeit vor den Drachlingen.
Nach sechs Tagen tauchte Dikango auf. Die „Feenkönigin“ wurde erst in einer Woche zurückerwartet, doch der Falke, ein Alb, war zurück – offenbar erfolglos von einer Dschungelexpedition. Vielleicht mit Veliran?
Belohnungen
- Das Smaragdzepter: ein uraltes, mächtiges Artefakt mit kopfgroßem Smaragd, allein der Stein laut Thorgrim 5–10 Solare wert