Abenteuer 08
Spurensuche in Ioria
Im Auftrag des Nuumer Ordens reiste die Gruppe von Vatenna nach Ioria, um Veliran Tryp aufzuspüren. Nach Verfolgungen, einem Überfall wegen „des Schlüssels“ und dem Mord an der Ordensmagierin Aria stellte sie Tryp in einem Versteck unter der Kanalisation und überstand nur knapp den Kampf gegen ihn und seine Golems. Tryp entkam durch das gerade geöffnete Mondtor zu den Stromlandinseln, und die Gruppe nahm den Auftrag an, ihm zu folgen.
Schlüsselmomente
- 1
Varns Bitte
VatennaIm Hafen von Vatenna bat der Gnom Varn die Gruppe im Namen des Nuumer Ordens, in Ioria bei der Jagd auf Veliran Tryp zu helfen.
- 2
Der Verfolger
IoriaIn der Enklave der Stromlandinseln holte Gerin einen Verfolger ein, der sich als Mitglied des Nuumer Ordens entpuppte.
- 3
Überfall und Mord
IoriaThorgrim und Gerin wurden wegen „des Schlüssels“ überfallen; am selben Abend wurde die Ordensmagierin Aria tot aufgefunden.
- 4
Kampf unter der Kanalisation
IoriaHinter einer Illusion stellte die Gruppe Veliran Tryp, der drei Golems erweckte; Thorgrim und Gerin entschieden den Kampf.
- 5
Das verlassene Versteck
IoriaIm angezündeten Versteck fanden sich ein halbfertiger geflügelter Golem und Zeichnungen einer fliegenden Schlange.
- 6
Flucht durch das Mondtor
Mondtor von IoriaTryp wurde gesehen, wie er allein durch das gerade geöffnete Tor zu den Stromlandinseln ging.
Von Vatenna nach Ioria
Nach einigen weiteren Tagen erreichte die Gruppe den Hafen von Vatenna – was für eine Reise! Am Kai wurde gerade ein großes Schiff für eine Fahrt fertig gemacht, die „Nuum 2“. Im Gasthaus sprach der Gnom Varn die Gefährten an, ein Mitglied des Nuumer Ordens: Man habe Veliran Tryp aufgespürt, er verstecke sich wohl in Ioria. Der Orden sei schon vor Ort und bitte um Hilfe; die Gruppe solle sich an das Nuumer Büro unter Helene wenden. Die Gruppe stimmte zu.
Am nächsten Tag legte die „Nuum 2“ mit ihr ab. Die Mannschaft hatte Respekt vor Thanos, vielleicht sogar etwas Angst – und das war auch gut so. An Bord waren drei Ordensmitglieder, darunter die Gnomin Aria: Zwölf Ordensleute seien bereits vor Ort, und Veliran sei gesichtet worden. Nach ereignisloser Fahrt lief das Schiff in Samutia ein, den Hafen der gigantischen Stadt. Ein Betrüger brachte die Gruppe für 7 Lunare weiter, und nach einer Nacht in einer mittelmäßigen Unterkunft kam sie in die Stadt.
Erste Erkundigungen
Im Nuumer Büro erklärte Helene, das Portal werde sich wohl bald öffnen. Veliran sei vor einiger Zeit im Ordenshaus gewesen und habe die Stadt eher nicht verlassen. Er habe sich für göttliche Gegenstände und „südliche Naturen“ interessiert und sei in der Enklave der Stromlandinseln gesehen worden. Vor Ort seien zwölf Ordensmitglieder, vier eher profane und acht Magier. Die Gruppe durfte im Ordenshaus übernachten.
Thorgrim fand den Schmied Lemosch Schacht, einen Freund seines Vaters, der ihm seine Schmiede überließ. Während er und Gerin dorthin gingen, kaufte Thanos erfolgreich ein, und Ionis arbeitete an einer Beschwörung. Von der Portalgilde erfuhr die Gruppe, dass sich das Tor, der „Pfad des Wahnsinns“, in sechs bis neun Tagen öffnen werde und man im Haupthaus Führer anheuern könne. Die Stromlandinseln seien tropisch, mit vielen kleinen Inseln und freundlichem Umfeld; seit 600 Jahren regiere dort die Spiegelkaiserin, ein mysteriöses Feenwesen, das einst böse Geisterwesen vertrieben habe.
Der Verfolger
Zum Abendessen ging die Gruppe in die Enklave der Stromlandinseln, ein Viertel aus viel Holz mit entspanntem tropischem Flair. Eine Gestalt schien ihr zu folgen. Auch hier waren Leute verschwunden – ein Zeichen für Tryps Treiben? Der Versuch, dem Verfolger aufzulauern, gelang nur mäßig, doch Gerin war extrem schnell, holte ihn ein und schlug ihn nieder. Der Mann versuchte, sich mit einem Trank umzubringen. Am Handschlag erkannte Thanos, dass er zum Nuumer Orden gehörte – vielleicht zu Veliran? Im Ordenshaus wollte man damit nichts zu tun haben und sperrte ihn vorerst ein.
Am nächsten Tag hörten sich Thanos und Gerin im Viertel um, fanden aber wenig heraus. Die Befragung des Gefangenen blieb ergebnislos, und die anderen Ordensmagier vom Schiff waren seltsamerweise noch nicht eingetroffen.
Überfälle und ein Mord
Thorgrim und Gerin beendeten ihre Arbeit an einer Stabkeule. Auf dem Heimweg wurde Thanos verfolgt, entkam aber sehr lässig, indem er levitierte. Thorgrim und Gerin wurden in einer Gasse überfallen, behielten aber recht locker die Oberhand: Ein Angreifer starb, zwei entkamen. Sie hatten „den Schlüssel“ gewollt, und bei dem Toten fand sich eine Notiz mit Thorgrims Kopf darauf. Wer hatte sie angeheuert?
Am Abend kam Helene mit der Nachricht, dass Aria der Schädel zertrümmert worden war. Die zwei weiteren Magier waren verschwunden. Steckten sie mit in der Sache?
Die Spur zum Wasserturm
Am Tatort sagte ein Zeuge, dass aus drei Leuten tatsächlich zwei geworden seien; die Täter seien wohl Richtung Cearus Gärten gegangen. Die Spur führte auf einen Hügel zu einem alten, eigentlich unbewohnten Wasserturm. Ein vor Kurzem benutztes Gitter im Boden führte in die Kanalisation. In einer natürlichen Höhle stieß die Gruppe auf einen Obdachlosen, der schon von einer neuen „Gruppe“ gehört hatte. Gegen etwas Geld führte er die Gefährten, bis ein älterer Teil der Kanalisation begann, aus dem er oft seltsame Geräusche gehört hatte. Weiter wollte er nicht.
Nach langer (!) Suche fand die Gruppe einen Geheimgang hinter einer Illusion – wie damals im Bergwerk von Prerok. Am Ende des Ganges saßen drei bewaffnete Gestalten an einem Feuer, und eine weitere erschien: Veliran Tryp.
Der Kampf gegen Veliran Tryp
Veliran beschwor oder erweckte drei Golems. Der Versuch, ihn auszutricksen, scheiterte, nicht zuletzt an Gerins miserabler Schauspielerleistung. Im Kampf starb der angeblich so starke „Helfer“ von Ionis ohne viel Federlesens, dann holte der Magier Thanos sehr unglücklich aus der Luft, und Ionis geriet in starke Bedrängnis. Thorgrim und vor allem Gerin mussten zeigen, was in ihnen steckt – und sie schlugen sich gut. Sie warfen die Gegner nieder, flößten den bewusstlosen Ionis und Thanos einen Heiltrank ein und trugen die beiden ins Ordenshaus, wo Helene einen Heiler holte.
Danach weihte Thanos Gerin und Ionis oberflächlich in das Geheimnis des Schlüssels ein. Helene ging davon aus, dass Veliran Ioria verlassen wollte, und ließ Hafen und Mondtor überwachen.
Das verlassene Versteck
Zurück in der Kanalisation schlug der Gruppe übler Gestank entgegen; irgendwo brannte Feuer. Im Raum lagen zwei Leichen, doch der Magier lebte offenbar noch – mit ihm war die Rechnung nicht beglichen. In einer neuen Höhle war vieles auf einen Haufen geworfen und angezündet worden, darauf auch eine menschliche Leiche. Thorgrim fand zwei Barren Veralyn-Erz. In der Wand eines Ausgangs entdeckte Gerin einen inaktiven Golem mit dem Ansatz von Flügeln, und im Scheiterhaufen fand Thanos Zeichnungen einer Art fliegender Schlange – vielleicht die Blaupause für den Golem.
Plötzlich kam es zu einem starken magischen Ausbruch; Thanos vermutete, dass das Mondtor aktiviert worden war. Durch einen zweiten Ausgang, über den Veliran wohl geflohen war, gelangte die Gruppe in ein kleines Haus in Cearus Gärten. Die Stadt war in Aufruhr, das Tor schien wirklich offen. Nebenbei kaufte die Gruppe einen neuen Heiltrank – mit vorbildlicher Buchführung durch Thanos, wie nun auch Thorgrim zugeben musste.
Das Mondtor
Das Mondtor war eine Art goldene Fläche, sehr beeindruckend, umlagert von aufgeregten Menschen. Es führt auf den „Pfad des Wahnsinns“, dessen Wächter Walhanis gute und schlechte Seiten haben soll, und gilt als ziemlich instabil; jemand von der Portalgilde an der Seite wäre sicher besser.
Im Ordenshaus wartete Helene schon: Veliran war gesehen worden, wie er allein das Tor zu den Stromlandinseln durchquerte. Sie hatte von der fliegenden Schlange gehört, einem sehr seltenen, magischen Wesen von dort – dorthin hatte er wohl schon immer gewollt. Nach kurzer Beratung nahm die Gruppe den Auftrag an, ihm möglichst schnell zu folgen.
Belohnungen
- 60 Lunare für die Gemeinschaftskasse, zur Ausrüstung
- Zwei Barren Veralyn-Erz, von Thorgrim im Versteck gefunden