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Lorakis-Chronik
Szene aus „Die Sphinx von Tar-Shalaaf“
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Abenteuer 14

Die Sphinx von Tar-Shalaaf

Nachdem Ionis die Gruppe verlassen hatte, reiste sie in Quamals Auftrag über Urakhale in die Flammensenke, um die legendäre rotgoldene Stadt Tar-Shalaaf zu finden, geführt von Kharn, dem einzigen Überlebenden einer früheren Expedition. Durch ein feeisches Portal gelangte sie in die Stadt, die über einem aktiven Vulkan hängt, und handelte mit der dort angeketteten Sphinx einen Pakt aus: Die Gruppe befreite sie, schwieg über die Stadt und durfte dafür mit der gefangenen Expedition und je zwei Gegenständen pro Person abziehen.

Schlüsselmomente

  1. 1

    Ionis' Abschied

    Nahashtab

    Ionis verließ die Gruppe mit einem emotionalen Brief, offenbar in einer tiefen Glaubenskrise.

  2. 2

    Quamals Kontor

    Urakhale

    In der wehrhaften Shariat-Hauptstadt erfuhr die Gruppe von der gescheiterten Ganau-Expedition und ihrem einzigen Überlebenden Kharn.

  3. 3

    Der Feuerläufer

    Flammensenke

    Thorgrim spürte Kharns Lager auf; der vernarbte, wortkarge Feuerläufer führte die Gruppe durch schwarze Sandstürme und an Lavaflüssen vorbei.

  4. 4

    Das feeische Portal

    Felsenfeuerkuppen

    Mit der Fibel blickte Thanos in die Vergangenheit, sah die alte Expedition und fand so das Portal nach Tar-Shalaaf.

  5. 5

    Alarm in der goldenen Stadt

    Tar-Shalaaf

    Ein Schlag Gerins auf eine Bannglyphe rief 14 Feuerläufer vom Plateau herab; an ihren Seilen stieg die Gruppe hinauf.

  6. 6

    Der Pakt mit der Sphinx

    Tar-Shalaaf

    Thorgrim zerbrach die Kette der Sphinx; dafür ließ sie die Gruppe samt Expedition und Schätzen ziehen.

Ionis’ Abschied

In Nahashtab hatte Ionis die Gruppe mit einem sehr emotionalen Brief verlassen. Er schien eine tiefe Glaubenskrise durchzumachen; was auch immer bei der letzten Reise in die Wüste geschehen war, hatte ihn sehr verstört. „Ich habe nicht nur mich selbst, sondern auch meinen Gott verraten“, schrieb er, und dass er allein auf eine Reise gehen müsse, um sich und seinen Glauben wiederzufinden. Thanos bedauerte das, denn Ionis war ein guter Kamerad gewesen „… und sehr nützlich“. Die Gefährten warteten einige Tage ab, doch von Ionis fand sich keine Spur – auffallen konnte er, abtauchen aber offenbar auch. Nach zwei Tagen verabschiedete sich auch Omar, deutlich gereift.

Die Fibel und der Auftrag

Thanos hatte die Fibel inzwischen lange untersucht. Sie war sehr schön gearbeitet und laut Thorgrim aus Gold, wenn auch aus einem seltsamen „roten Gold“. Thanos’ Analyse ergab: sehr alt, sehr mächtig, Erkenntnis- und Schicksalsmagie. Er vermutete, dass man mit ihr in die Vergangenheit blicken konnte, musste sie sich aber noch genauer ansehen.

Quamal bat die Gruppe, nach Tar-Shalaaf zu reisen – zunächst nach Urakhale, wo seine Niederlassung weitere Informationen bereithalte. Urakhale hatte nicht den besten Ruf, in der Unterstadt sollte es Diebe geben. Und die nahe Flammensenke galt als noch schlimmer:

Einen Ort den alle Lebenden, und alle Götter verlassen haben.

Einst habe dort eine Hochkultur geblüht, die in einer Apokalypse vollständig vernichtet wurde.

Urakhale

Nach zwei fast langweiligen Wochen auf einem Flusskahn erreichte die Gruppe Urakhale, eine sehr wehrhafte, verwinkelte Shariat-Hauptstadt, teils prächtig, teils heruntergekommen. Die Unterstadt beherbergte offenbar organisiertes Verbrechen im Streit mit der Obrigkeit. In Nuum, meinte Thanos, würde so etwas nicht passieren – andererseits witterte er die Chance auf so manch einträgliches Spiel. Über die Senke hörte die Gruppe von einer großen Schlucht, beliebt bei Alchemisten und Schatzsuchern, einer legendären Schmiede und einem großen Vulkandrachen.

In Quamals Kontor erfuhr sie, dass Tar-Shalaaf eher eine Legende war: eine untergegangene „rotgoldene Stadt“, nach der man lange vergeblich gesucht hatte; vor einigen hundert Jahren war eine Schwesterstadt gefunden worden, Gramalion, und insgesamt soll es elf goldene Städte gegeben haben. Eine Expedition des Handelshauses Ganau war gescheitert, alle bis auf einen waren verschollen oder tot. Nur der Feuerläufer Kharn lebte noch, schien aber psychisch instabil und war wohl in die Flammenwüste zurückgekehrt. Tar-Shalaaf liege in den Felsenfeuerkuppen im Norden der Flammensenke, zwischen Vulkanen. Thanos fand, das klinge ja super – ihm sei jetzt schon zu warm.

Trotzdem gefiel ihm Urakhale; er gewann 4 Lunare und baute mit Thorgrim eine Art Wasserreiniger für das Salzwasser aus der Träne der Meere, einen Ansatz, über den er bei Lumet et al. gelesen zu haben meinte.

Kharn und der Weg durch die Flammensenke

Ausgerüstet verließ die Gruppe Urakhale, und es wurde zunehmend unwirtlicher und wärmer. Thorgrim führte gewohnt zielsicher, und nach drei Tagen fanden die Gefährten Kharns Zelt. Er hatte sich versteckt und tauchte plötzlich aus dem Nichts auf: vernarbt, mit einem Skorpion, kaum ein Wort sprechend. Thanos vermutete eine psychische Beschädigung; Kharn war wohl von Magie beeinflusst worden, und ein Rest davon schien noch zu wirken. Doch er machte sich zur Abreise bereit.

Die Gegend war „alles andere als Thanos-freundlich“: schwarzer Sandsturm, gigantische Fledermäuse, Lavaflüsse und seltsame Riesenwürmer, die zum Glück Gerin erledigte. Für die Fibel, fand Thanos, habe er weniger hart arbeiten müssen. Immer wieder sahen sie Zeichen einer alten, zerstörten Zivilisation, dazu zwei gigantische Vulkane, laut Kharn „Varnus Thron“ und „Rotvater“. Schließlich gab Kharn ihnen zu verstehen – soweit man das bei ihm so sagen konnte –, dass sie am Ziel waren. Es war unerträglich heiß.

Das Portal

Der Ort war voller magischer Interferenzen; mehrere Tore führten teils ins Nichts und richteten magischen Schaden an. Thanos nutzte die Fibel und sah tatsächlich, wie die Expedition vor drei Monaten hier durchgekommen war. So erkannten sie den richtigen Eingang: ein magisches Portal, offenbar feeischen Ursprungs. Alle gingen hindurch.

Nach einer Weile lag Tar-Shalaaf vor ihnen, oder was davon übrig war: eine prächtige Stadt voller Gold, die über einem aktiven Vulkan hing – wahrscheinlich durch Magie. Einige Stadtteile waren bereits in den Vulkan gestürzt. Das Portal hinter ihnen war verschwunden, sie saßen fest. So hatte sich Thanos seine Karriere im Orden nicht vorgestellt; nun zählte vor allem, lebend wieder herauszukommen. Trotzdem überlegte er schon, ob sich hier ein Außenposten des Ordens einrichten ließe.

Erkundung der Stadt

Der Schlüssel funktionierte hier nicht. Die Gruppe erkundete die Stadt mit ihrem beeindruckenden Reichtum, ihren vielen Statuen und einem Amphitheater, das prompt zerstört wurde – laut Thanos durch Gerins Gier. Wer auch immer hier wohnte, wusste nun Bescheid. Gerin und Thorgrim steckten fleißig Dinge ein, was Thanos für keine gute Idee hielt.

Im Zentrum zeigte ein riesiges Mosaik eine Art Lamassu-König, vielleicht den Herrscher dieser Stadt, die offenbar allein dem Vergnügen gedient hatte. Statuen wurden kurz lebendig, ein totes Einhorn lag da, und nachts hörten die Gefährten einen Frauenschrei. Mit der Fibel sah Thanos, dass die alte Expedition hier von einer Art primitiver Kultur gefangen genommen worden war, die sich von einem großen Plateau im Nordosten der Stadt abgeseilt hatte. Dort hinaufzukommen schien schwierig, gerade für Thorgrim und Thanos.

Der Alarm

Im „Zoo“-Bereich schlug Gerin auf eine Bannglyphe beim Einhorn. Plötzlich ertönte eine Frauenstimme:

Alarm … Eindringlinge.

Vierzehn Feuerläufer seilten sich vom Plateau ab – und boten damit Seile nach oben. Sie waren, wie Thanos es ausdrückte, „leider nicht bereit, unsere Überlegenheit anzuerkennen“, und zahlten dafür den Preis, auch wenn der Kampf für Thanos schmerzhafter war, als ihm lieb war; Bogenschützen fand er sehr unfair.

Die Sphinx

Gerin und Kharn stiegen an den Seilen hinauf, Thorgrim und Thanos folgten. Oben saß eine Art fliegender Löwe, mit Ketten an einen Thron gefesselt: eine machtvolle Sphinx. Sie sprach aus rund fünfzig Schritt Entfernung zu ihnen und setzte auch Magie ein; im Hintergrund waren eingesperrte Mitglieder der alten Expedition zu sehen. Erfreut war sie nicht, denn die Gruppe hatte Gegenstände entwendet und einiges zerstört. Hinter ihr lag das Skelett eines Lamassu, offenbar des damaligen Königs und ihres Gefährten. Warum sie angekettet war, wollte sie nicht sagen; ihr höchstes Bestreben aber war, ihren Gefährten wiederzuerwecken. Sie musste schon sehr lange hier sein.

Der Pakt

Nach einigem Hin und Her einigte sich die Gruppe mit der Sphinx: Jeder durfte zwei Gegenstände aus der Stadt mitnehmen, niemand durfte über die Stadt sprechen, die Gruppe zerstörte die Kette und ließ die Sphinx frei, und diese ließ die Gruppe und die Expedition gehen. Thanos hielt das für einen guten Handel für alle – und sah kein Problem darin, Quamal über die Stadt zu schreiben oder einen der Expeditionsteilnehmer die Geschichte erzählen zu lassen.

Thorgrim zerschlug die Kette, und alle hielten sich an die Abmachung. Um die Folgen dieser „etwas verrückten“ Sphinx und ihres toten Gefährten wollte man sich ein andermal kümmern. Als die Gruppe den Vulkan verließ, hatte sie das Gefühl, aus der Feenwelt in die eigene Welt zurückzukehren.

Belohnungen
  • Zwei Gegenstände pro Person aus Tar-Shalaaf, laut Pakt mit der Sphinx
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